CAR-Studie
Neuwagenkäufer waren noch nie so alt

Fast 52 Jahre alt ist der Durchschnittskäufer eines Neuwagens im letzten Jahr gewesen. Besonders wer sich einen Mercedes zulegt, hat meist ein paar Jährchen mehr hinter sich. Grund ist auch der demografische Wandel.
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BerlinDie Neuwagenkäufer in Deutschland sind einer Studie zufolge im Schnitt so alt wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr habe das Durchschnittsalter bei 51,9 Jahren gelegen, ergab eine Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen.

Fast ein Drittel der Käufer neuer Autos war demnach über 60 Jahre alt, nur sieben Prozent jünger als 30 Jahre. Die deutsche Marke mit den ältesten Käufern (im Schnitt 56,2 Jahren) war 2012 der Studie zufolge Mercedes.

„Der demografische Wandel spiegelt sich im Neuwagenmarkt“, teilte Dudenhöffer am Sonntag mit. „Der zweite Grund: In Großstädten wird das Auto als Statussymbol für junge Menschen unbedeutender.“ Die jüngste Gruppe waren die Coupé-Käufer mit durchschnittlich 48,2 Jahren.

„Die ältesten Neuwagenkäufer sind bei den Stufenhecklimousinen zu finden“, heißt es in der Studie. Hier lag das Durchschnittsalter bei 55,8 Jahren. Für die Studie wurden die Pkw-Zulassungen auf Privatpersonen in Deutschland ausgewertet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " CAR-Studie: Neuwagenkäufer waren noch nie so alt"

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  • das ergebnis wäre auch noch deutlicher, wenn man einbeziehen würde wer bei den jüngeren die autos bezahlt...
    wenn ich in den bekanntenkreis schaue, gibt es durchaus teurer neuwagen, bezahlt aber von eltern oder großeltern > wen werden diese zugerechnet?

  • Na ja, ohne die hohen Abgabenlasten wäre der Druck auf die Löhne und die Konkurrenz unter den Lohnabhängigen bei weitem nicht so groß.
    durch mangelnde Kartellgesetze ist es lohnend die Konzentration in den Branchen immer höher zu treiben, weil dann die Anzahl der Unternehmer sinkt, und somit weniger Menschen hohen Profit erhalten. Die wenigen verbleibenen Konzerne konkurrieren dann nur noch über Lohnkosten und nicht mehr ihre Produktqualität. das letztlich auch, weil sie ja bequem über den Gesetzgeber ihre Produkte zum Massstab machen können, der neue Konkurrenz künstlich verteuert.
    So erhalten wir zunehmend unzulängliche Produkte ohne eine Wahl zu haben mit zunehmenden Lohndruck, weil die Produkte ja immer billiger werden können, dank oligopoler Marktstrukturen. Am ende steigen die Preise wieder ohne Konkurrenz fürchten zu müssen und ohne positiven Lohndruck weil so immer ein Überangebot an Arbeitskräften sichergestellt bleibt.
    Und wenn die Demographie nicht mitspielt, mobiliesiert man eben die Frauen um die Löhne niedrig zu halten und die relativ geringen Gewinne weiter an relativ wenige Personen verteilen zu können, für die das immer noch extrem lukrativ ist.

    H.

  • Die alten Herrschaften haben Kohle ohne Ende und kaufen doch keinen abgerittenen Gebrauchtwagen, man ist ja schliesslich wer. Mein voller Ernst.

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