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Chapman's Peak Drive: Traumrouten am Kap

Hinter jeder Kehre bietet sich ein neuer Panorama-Blick. Am südlichsten Ende Afrikas gehen Autofahrers Träume von einer kurvenreichen Traumstraße mit atemberaubend schönem Panorama in Erfüllung.

dpa/gms KAPSTADT. Hinter jeder Kehre bietet sich ein neuer Panorama-Blick. Am südlichsten Ende Afrikas gehen Autofahrers Träume von einer kurvenreichen Traumstraße mit atemberaubend schönem Panorama in Erfüllung.

Eine der landschaftlich interessantesten Küstenstraßen der Welt - der Chapman's Peak Drive auf Südafrikas Kap-Halbinsel - windet sich knapp elf Kilometer vom Fischerort Hout Bay bis nach Nordhoek. Für umgerechnet 2,50 Euro öffnet sich die Schranke am Eingang zur Serpentinenstraße. Die 1922 eröffnete Strecke war von italienischen Kriegsgefangenen ins fast senkrecht abfallende Gestein gesprengt worden. Seitdem fasziniert die nach dem 1 607 hier gelandeten Seefahrer John Chapman benannte Region Urlauber wie Einheimische.

Doch immer wieder gab es Unfälle mit tödlichem Ausgang. Meist war Steinschlag Schuld - vor allem im Winter, wenn der Sturm Regen über die Region peitscht. Die salzhaltige Meeresluft zersetzte die Eisenträger, Wind und Wetter das brüchige Gestein. Zur Jahrtausendwende schlossen die Behörden die Traumstraße.

Erst nach Sicherungsarbeiten durch Schweizer Spezialisten wurde die Panoramastrecke 2003 als Mautstraße wieder eröffnet. Der private Betreiber hatte im Gegenzug für eine 30-jährige Pacht umgerechnet 16,5 Mill. Euro in die Absicherung investiert. Seitdem steht die Route wieder ganz oben auf dem Standard-Programm von Südafrika-Urlaubern. Die Route ist für Autos im Prinzip in 20 Minuten zu schaffen. Allerdings verlocken viele Aussichtspunkte zum Stopp.

Selbst wer sich die Maut für die Traumstraße sparen will, kommt auf seine Kosten: „Die Alternative ist, von oben über Camps Bay und Clifton zu fahren, dann geht es auch die ganze Zeit an der Küste entlang“, erzählt die deutsche Urlauberin Ilka Kreutzträger. Ihre schönste Route ist die Strecke um Kapstadts False Bay herum - jener Bucht, die einst von Seefahrern auf der Ost-West-Route fälschlicherweise schon für den Atlantik gehalten wurde.

Doch der Chapman's Peak ist für viele Urlauber ebenso ein Muss wie Kapstadts Wahrzeichen, der 1 087 Meter hohe Tafelberg. Spätestens seit auch Hollywoods Filmszene immer öfter zum Drehen an die Pforten der Drei-Millionen-Metropole klopft, ist Kapstadt die neue Szene-Metropole des Jet-Sets geworden.

Restaurants aller Preis- und Leistungsklassen machen zwischen Camps Bay und Stellenbosch die Wahl zur Qual. Wer's mag, für den ist auch das Motto „Futtern wie bei Muttern“ angesichts der zahlreichen hier lebenden Deutschen kein Problem. Eine Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung ist ein weiterer Trumpf für automobile Kap-Besucher. Die Route vor dem sturmumtosten Kap gehört mit 21 000 passierenden Schiffen pro Jahr zu den geschäftigsten der Welt. Die Erika-ähnliche Fynbos-Landschaft macht die Fahrt, bei der die Autos von ganzen Pavianhorden aufmerksam beobachtet werden, zum reinen Vergnügen.

Informationen: South African Tourism, Friedensstraße 6, 60 311 Frankfurt (Tel.: 01 805/72 22 55, E-Mail: info@southafricantourism.de)

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