Chevrolet Trax: Der Cowboy aus Korea

Chevrolet Trax
Der Cowboy aus Korea

Der Geländewagen-Boom zieht auch Chevrolet an. Ende Mai bringt der Hersteller den in Korea gebauten Trax in die deutschen Autohäuser. Das Modell ist dem Opel Mokka ähnlich – aber weitaus günstiger.
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ZadarMit dem Trax will Chevrolet am derzeitigen Boom der kleinen Geländewagten teilhaben. Das in Korea gebaute Fahrzeug steht ab 25. Mai zu einem Preis von 16.990 Euro bei den deutschen Händlern. Der Trax ist damit rund 2000 Euro günstiger als der technisch und optisch ähnliche Opel Mokka.

Dass Chevrolet dadurch der deutschen Schwester die Kunden wegschnappen könnte, weist James Federico zurück. „Die Modelle unterscheiden sich recht deutlich in Ausstattung und Materialien“, sagt der Chef-Entwickler des Trax. Wer jetzt jedoch denkt, das Cockpit des kleinen Amis besteht vorwiegend aus Hartplastik, irrt. Zumindest in der von uns gefahrenen LT-Version wirkt der Innenraum wohnlich und gut verarbeitet; von Billigheimer keine Spur.

Zu spüren bekommt der Kunden die preislich tiefere Positionierung eher bei den nicht erhältlichen Extras. So bleibt das praktische Heckträgersystem „Flex-Fix“ für Fahrräder ausschließlich dem Opel vorbehalten. Auch verschiedene Assistenzsysteme wie zum Beispiel die Verkehrszeichenerkennung, sind für den Trax nicht zu bekommen.

Umso fortschrittlicher aber zeigt sich der kleine Amerikaner beim Thema Multimedia und elektronische Medienverbindung. Bislang einzigartig ist in dieser Fahrzeugklasse das System „MyLink“ (ab Ausstattung LT) mit 7-Zoll-Touchscreen. Über das Smartphone lassen sich unter anderem Musik, Navigation und Sprachsteuerung ins Auto bringen. Damit will Chevrolet vorwiegend jünger Käufer ansprechen, denen PS und Hubraum längst nicht mehr wichtig sind. Sie haben aber dennoch am Einstiegsbenziner mit 85 kW/115 PS nicht viel Freude. Der Vierzylinder hat mit 155 Nm einfach zu wenig Drehmoment, um mit ihm flott unterwegs zu sein.

Deutlich souveräner zeigt sich hier der moderne 1,4-Liter-Turbo-Vierzylinder mit 103 kW/140 PS, auch wenn er bei zügiger Fahrt häufig nach Schaltarbeit verlangt. Schnelle Fahrweise führt aber auch zu einem Verbrauch weit jenseits des Normverbrauchs von 6,4 Litern. Realistisch ist ein Wert zwischen acht und neun Litern Kraftstoff. Alle Motoren, auch der 1,7-Liter-Diesel, verfügen übrigens über ein Start-/Stopp-System. Ebenso sind alle Motoren an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt.

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