Chevron EN-V
GM probt Neuerfindung des Transports

Es sieht aus wie aus einem Science-Fiction-Film. Der Chevron EN-V, das Zukunftsauto von General Motors, ist eine Gondelkabine im optischen Schwebezustand. Die Reaktion schwankt zwischen Kopfkratzen und Enthusiasmus.

New YorkDas Zukunftsauto von Branchenführer General Motors (GM) sieht aus wie eine fahrende Gondelkabine. Getönte Scheiben krümmen sich hoch nach oben, die Reifen sind unter einem Plastikunterleib versteckt. Durch diesen Kniff sieht es so aus, als ob das Elektroauto über die Straße schweben würde.

Lautlos soll er sein, der Chevron EN-V. Die Abkürzung steht für "Electric Network Vehicle". Der Fahrer steigt ein, diktiert sein Fahrziel und kann sich entspannt zurücklehnen - das Auto erledigt den Rest. Ist man angekommen, steigt der Fahrgast aus und das Auto parkt von selbst. Ist der Termin oder der Einkauf erledigt, kann man den EN-V per Handy herbeirufen.

Alles nur Science-Fiction? Keineswegs. Nach Meinung der Ingenieure von General Motors sollen Selbstfahrsysteme 2020 technologisch ausgereift und im Alltag einsetzbar sein. Der Chevron EN-V nutzt Systeme wie GPS, Radar und digitale Kartenanalyse, um sich selbstständig zu bewegen. Ständig sendet er ein Funksignal aus, um Informationen über Standort, Geschwindigkeit und etwaige Hindernisse mit anderen Autos auszutauschen. Dazu ist der EN-V mit Abstandsmessern ausgestattet, die vor Kollisionen warnen.

Forschung und Entwicklung stehen traditionell hoch im Kurs bei GM. Bereits 1920 gründete der amerikanische Konzern das erste Autoforschungszentrum der Welt. Heute suchen seine Ingenieure und Techniker in 13 Forschungslabors und acht Wissenschaftszentren weltweit nach der Technologie von morgen.

Dabei stehen drei Themen im Vordergrund: Elektrifizierung des Autos, Selbstfahrsysteme und Informationsaustausch zwischen den Autos. Als Chris Borroni-Bird, Chef der GM-Avantgarde-Truppe namens "Advanced Technology Vehicle Concepts", den Chevron EN-V vergangenes Jahr vorstellte, erhielt er in Europa und Asien viel Anerkennung. In den USA "kratzten sich einige Leute den Kopf", sagt er heute. Ihre Skepsis kennt er genau: "Wie soll es auf einer Straße mit Geländewagen oder anderen größeren Autos sicher fahren können?"

Seite 1:

GM probt Neuerfindung des Transports

Seite 2:

Die Unterstützung in den Konzernreihen ist groß

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%