Daimler-Chrysler-Tochter
Hintergrund: Smart startete schon mit Problemen

Die Kleinwagenmarke Smart erwischte einen schlechten Start. Nach Problemen mit der Mercedes-Benz-A-Klasse („Elchtest“) musste auch der Zweisitzer kippsicher gemacht werden - deshalb startete die Serienproduktion des Autowinzlings sechs Monate verspätet im Juli 1998.

HB STUTTGART. 2001 wurden rund 116 000 Smart verkauft. Die ursprüngliche Prognose von einem Absatz von 200 000 Autos allein beim Zweisitzer konnte aber nie realisiert werden - auch nicht, als die Modellpalette erweitert wurde.

Im Sommer 2002 stellte Smart den Roadster vor, im Februar 2004 wurde der Viersitzer smart forfour präsentiert. Während der Roadster zunächst die Erwartungen erfüllte, war der Viersitzer ein Flop. Im vor allem preislich hart umkämpften Markt für Kleinwagen war der von den Autotestern gelobte Wagen offenbar zu teuer.

2004 wurden insgesamt 152 000 Smart verkauft. Im Januar 2005 präsentiert Smart den Zweisitzer erstmals auf der Automesse in Detroit - damit wurde der Markteintritt in den USA ins Auge genommen. Schon damals wurde wegen der aufgelaufenen Verluste in Milliardenhöhe ein baldiger harter Schnitt erwartet.

Am 1. April 2005 zog der damalige Mercedes- Chef Eckhard Cordes die Notbremse: 700 der 2 150 Jobs wurden gestrichen, der Smart Roadster wurde eingestellt und der geplante Geländewagen gestrichen. Die Restrukturierungskosten beliefen sich auf knapp 1,2 Mrd. Euro.

Rund ein Jahr später folgte der neue Konzernchef Dieter Zetsche dem immer heftiger werdenden Drängen der Aktionäre und kündigte am 25. März 2006 den Stopp der Produktion des Smart ForFour an. 300 Stellen wurden in der Zentrale in Böblingen abgebaut. Smart konzentriert sich künftig auf den ForTwo. Die GmbH wird vollständig in den Daimler-Chrysler-Konzern eingegliedert. Es sei sicher, dass 2007 mit dem neuen Modell die Gewinnzone erreicht werde, sagte Zetsche. Von 2008 an können auch US-Amerikaner das ungewohnte Gefühl eines Autos mit nur zwei Plätzen genießen.

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