Daimler in Ungarn : Erste Autos im Herbst

Daimler in Ungarn
Erste Autos im Herbst

Nach Audi ist Daimler der zweite deutsche Autohersteller, der sich für Ungarn als Produktionsstandort entschieden hat. Etwa 800 Millionen Euro wollen die Stuttgarter in Kecskemet investieren.
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Im Oktober sollen die ersten Vorserien-Fahrzeuge im neuen Daimler-Werk in Ungarn vom Band rollen.

Die Produktion der ersten Autos für den Verkauf ist für das erste Quartal von 2012 geplant. Das sagte Frank Klein, der Chef der neuen Fabrik in der ungarischen Universitätsstadt Kecskemet, etwa 100 Kilometer südlich von Budapest entfernt.

Kecskemet ist der erste osteuropäische Produktionsstandort für Mercedes. Vom nächsten Jahr an sollen dort die beiden Modellreihen A- und B-Klasse gefertigt werden. Rastatt in Baden ist das Schwesterwerk der neuen Fabrik in Ungarn. Weil der Daimler-Konzern mit einer steigenden Nachfrage nach den beiden kleinsten Mercedes-Modellen vor allem auch in Osteuropa rechnet, hatte sich der Autokonzern vor knapp drei Jahren für den Bau der neuen Fabrik in Kecskemet entschieden.

Nach Audi ist Daimler der zweite deutsche Autohersteller, der sich für Ungarn als Produktionsstandort entschieden hat. Etwa 800 Millionen Euro wollen die Stuttgarter in Kecskemet investieren.

Nach Angaben von Daimler-Manager Klein laufen die Bau- und Produktionsvorbereitungen in Kecskemet nach Plan. Bis zum Jahresende soll die neue Fabrik bereits 2000 Beschäftigte haben, 3000 sollen es nach dem Aufbau der regulären Fahrzeugproduktion sein.

Mit weiteren 7000 neuen Arbeitsplätzen wird im Umfeld des Werkes bei Zulieferern gerechnet. So weiten beispielsweise Bosch und Magna ihre Produktion in Ungarn aus.

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

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