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Das Auto-Schmuckstück als Steuertrick: Im Oldtimer dem Fiskus davonfahren

Einen Traumwagen fahren und damit auch noch Steuern sparen – das ist die Idee hinter dem Oldtimer-Leasing. Für einen kleinen Kundenkreis funktioniert das tatsächlich. Auf einem schmalen Grat.

Auch heute noch als Dienstwagen denkbar: Porsche 911 S 2.4 Targa von 1973. Quelle: Pressefoto Porsche
Auch heute noch als Dienstwagen denkbar: Porsche 911 S 2.4 Targa von 1973. Quelle: Pressefoto Porsche

Polling/BerlinWenig Kosten, viel Gewinn - eigentlich läuft das Geschäft für den freiberuflichen Fotografen Franz Meier wie geschmiert. Wäre da nicht das Finanzamt. Denn natürlich hält der Fiskus da gerne die Hand auf. Meiers Steuerberater rät deshalb dringend zu ein paar Ausgaben, etwa durch einen Dienstwagen. Perfekt für seinen Klienten: Der ist Autonarr - und will am liebsten einen Klassiker fahren.

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Kein Problem: Der Steuerberater zieht Prospekte von Finanzdienstleistern aus der Schublade, die für Kunden wie Meier ein recht neues Geschäftsmodell entwickelt haben: Oltimer-Leasing. Dieser hypothetische Fall zielt auf einen Trend, der in den vergangenen Jahren mit dem Boom für Old- und Youngtimer entstanden ist. Denn immer mehr Unternehmen verleasen und vermitteln auch Dienstwagen, die ein bisschen aus der Reihe fallen.

"Das ist für die Freunde klassischer Fahrzeuge ein lukratives Modell", sagt Rolf Huber von AIL Classic Leasing in Polling, der sich selbst als Pionier dieser Sparte und als Marktführer bezeichnet. "Wir vermitteln auf diese Weise rund 200 Fahrzeuge im Jahr - die meisten davon in einer Preisklasse zwischen 20.000 und 80 000 Euro."

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"Allerdings rentiert sich das Oldtimer-Leasing nur für Freiberufler und Gewerbetreibende", schränkt Huber ein. Denn der Clou dieses Modells liegt in der Nutzung als Dienst- oder Firmenwagen, erläutert der Geschäftsmann: So kann man nicht nur mit kleinen Monatszahlungen ein Fahrzeug mit großem Spaßfaktor benutzen und nebenbei das Geld für die Abschlusszahlung ansparen. "Sondern man kann einen Großteil seiner Kosten als Betriebsausgaben geltend machen und den Wagen am Ende relativ günstig in das Privatvermögen übernehmen", erläutert Huber.

Am Beispiel eines Porsche 911 von 1973 rechnet er das vor: Der Kaufpreis liege bei 35 000 Euro. Bei einer Anzahlung von 7.000 Euro und einer monatlichen Rate von 507 Euro bleibe nach 36 Monaten ein Restwert von 14.000 Euro. "Nur diesen Teil muss der Kunde aus seinem Privatvermögen bestreiten. Der Rest ist eine Betriebsausgabe und wirkt steuermindernd", sagt Huber. "Rechnet man die Steuervorteile mit ein, spart man so schnell je nach persönlichem Steuersatz zwischen 6.000 und 8.000 Euro."

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Der Unternehmer spart gleich doppelt Steuern, erläutert Fred Hegewald vom Leasingvermittler VMW Consult aus Leipzig: Einerseits könne er die monatlichen Leasingraten und eventuelle Reparaturen oder Restaurierungsaufwendungen als laufende Kosten geltend machen und die Einmalzahlung in seine Abschreibungen aufnehmen.

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