Der größte Fahrersitz und der letzte Manta
"Die Lust am Auto" bestaunt und ertastet

Auf dem Pariser Automobilsalon blitzen die Luxuskarossen im Licht der Scheinwerfer. Die Lieblingsspielzeuge unserer mobilen Gesellschaft sind zum Objekt der Begierde geworden – manche Modelle und Marken, wie ein Ferrari, genießen gar kultische Verehrung.

Blitzblank polierte Autos wie in Paris findet der Besucher im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim nicht. Aber er wird entschädigt mit einem Blick auf die Faszinationsgeschichte und den Kult ums Auto. „Lust am Auto“ – so der Ausstellungstitel – präsentiert die unterschiedlichsten Themen der automobilen Kultur im Zeitraum von 1950 bis heute.

„Wer eine klassische Autoausstellung erwartet, ist auf dem Holzweg. Was wir den Besuchern bieten, ist Auto-Gefühl“, sagt Ausstellungsleiter Kurt Möser. Diese „Gefühlswelt“ rund ums Auto wird „erzählt“ mit einer großen Fülle von Objekten, Dokumenten Sammlungen und Devotionalien. Dazu zählen zum Beispiel ein Benz-Velo von 1896, Leihgabe des Bugatti-Museums in Mühlhausen, der vermutlich größte Fahrersitz der Welt oder der letzte Opel Manta, der vom Band lief.

Die Ausstellungsmacher, neben dem Landesmuseum engagierte sich auch das Institut für Soziologie der Uni Erlangen-Nürnberg für dieses Projekt, haben einen ganz besonderen Autoblick entworfen. Für Möser ist „unser Auto“ ein Lifestyleobjekt, mobiles Kunstwerk und die „persönlichste Maschine“, die geliebt, gepflegt und angebetet wird. Und dazu ist es noch überaus sinnlich: „Die Lust am Auto“ kann bestaunt, errochen, ertastet und gehört werden.

Seite 1:

"Die Lust am Auto" bestaunt und ertastet

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%