Der Run auf "Motivationsfahrzeuge" ist enorm
Dienstwagen für alle

Das Umwandeln von Gehalt in Dienstautos ist für Firmen wie Mitarbeiter interessant. Die Angebote müssen aber transparenter werden.

Die Umwandlung von Gehaltsanteilen in einen Dienstwagen gehört in deutschen Unternehmen inzwischen zum Alltag. Doch viele Angestellte haben sich mit den Angeboten ihrer Arbeitgeber nicht angefreundet. Die große Mehrheit der Berechtigten boykottiert die Umwandlungsprogramme – verzichtet auf einen Dienstwagen und lässt sich lieber das volle Gehalt auszahlen. Zu diesem Ergebnis kommt einer Studie der Unternehmensberatung Ad Bonum Strategie und Marketing, Gütersloh. Befragt wurden die Dax-Unternehmen sowie die Top 100 der Mittelstandes (Rücklaufquote 33 Prozent).

54 Prozent der Befragten bieten Mitarbeitern einen Dienstwagen an, wenn sie auf einen Teil des Gehalts verzichten. Besonders verbreitet ist dies bei Dax-30-Unternehmen. Von den Mittelständlern gewähren 64 Prozent Dienstwagen statt Gehalt.

In erster Linie richten sich diese Umwandlungsangebote an leitende Angestellte. Allerdings sind diese davon nur mäßig begeistert, zeigt die Studie. Besonders in mittleren und kleinen Firmen sind viele Umwandlungsprogramme bisher gescheitert.

Der Grund: Arbeitgeber und Leasinganbieter haben bei der Gestaltung der Programme Fehler gemacht und deren Attraktivität weit überschätzt. „Angestellte können kaum absehen, ob sich die Gehaltsumwandlung für sie rechnet,“ meint Dirk Ewert, Vergütungsexperte der Unternehmensberatung Towers Perrin.

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