Design Studie
Der Evos soll Ford Flügel machen

Die Studie eines viersitzigen Flügeltüren-Coupés soll Ausblick geben auf Fords zukünftige Designlinie, die das "Kinetic Design" der Kölner beerben wird. Profitieren wird davon als erster der nächste Mondeo.
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BerlinJahrzehntelang galten Ford-Modelle, egal ob europäische oder amerikanische, als ziemlich bieder und langweilig – vom legendären Typen wie der erste Capri, Thunderbird und Mustand einmal abgesehen. Erst das sogenannte "Kinetic Design", das ein Auto schon im Stand aussehen lassen sollte, als würde es fahren, brachte vor fünf Jahren die Wende, besonders in Europa. Die Autos der Kölner verkauften sich besser und besser, weil die Kunden "mehr Premium empfanden", wie Ford Europa Designdirektor Martin Smith es ausdrückt. Dennoch, nicht nur draußen wurde das recht unruhige Kinetic-Design kontrovers diskutiert, auch intern lautete die Devise für die Zukunft: Ruhe ins Blech bringen, klare Flächen, reduzierte Formen, präzise Grafik.

Auf der IAA stellt Ford mit dem Evos nun ein Concept Car vor, das in dieser Form und Ausführung zwar nie in Serie gehen wird, doch zeigen soll, in welche Richtung man bei Ford denkt. "Der Evos ist die evolutionäre Weiterentwicklung des Kinetic-Designs", sagt Smith. Als erstes dürfte in Europa davon der nächste Mondeo profitieren (kommt Ende 2012). Den Start macht in den USA im kommenden Jahr der Ford Fusion (baugleich mit dem Mondeo).

Am auffälligsten am nur 1,36 Meter hohen und 4,50 Meter langen Evos ist das neue Marken-Gesicht. Platzierte Ford den großen Trapezkühler zuvor unten, wanderte er nun nach oben. Diese Position soll zukünftig weltweit gelten und mehr Status und Stärke symbolisieren. Eine Abkehr erfolgt auch von den großen Scheinwerfern, die mitunter weit in die Kotflügel reichten. "Die Technik ist heute so gut, dass wir kleinere Leuchteinheiten einsetzen können", sagt Smith. Erst auf den zweiten Blick bemerkt man am Evos die gewölbte Windschutzscheibe, ebenfalls eine Neuheit bei Ford.

Durch diesen Trick können die A-Säulen eine Stück weiter nach hinten gesetzt werden, was die Silhouette mehr in Richtung Sportlichkeit rückt. Zusammen mit den sehr markanten Wölbungen auf den hinteren Kotflügeln steht das Auto solider auf der Hinterachse, obwohl es technisch ein Fronttriebler ist. Smith: "Der Wagen soll optisch einen Sprung nach vorne machen."

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Die Cloud hält Einzug ins Auto

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