Detroit-Motorshow: Ein bisschen kleiner und grüner

Detroit-Motorshow
Ein bisschen kleiner und grüner

Die Automobilhersteller enthüllen auf der Motorshow in Detroit die Trends für das neue Jahr. Aufgrund der Klimadebatte werden neue Techniken zur Abgas- und Verbrauchsreduzierung die bestimmenden Themen sein. Aktuell setzen die Autobauer jedoch noch auf altbewährte Technik.

DÜSSELDORF. Die neue Autowelt ist stärker denn je zweigeteilt: Rangelten die Hersteller in dieser Woche auf der Auto Expo im indischen Neu Delhi um das billigste Auto für Schwellenländer, werden die Etablierten auf der US-Motorshow in Detroit kommende Woche einmal mehr luxuriöse Sport- und Geländewagen präsentieren.

Die Messe in der amerikanischen Autostadt gilt als Trendsetter für das neue Jahr. Dort präsentieren die Hersteller nicht nur ihr neuesten Modelle für den amerikanischen Markt, sondern auch weltweite Neuheiten und zukunftsweisende Designstudien. Der Megatrend Umweltschutz setzt allerdings auch in Detroit immer stärkere Akzente. Angesichts der Klimadebatte werden wie schon auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im Herbst in Frankfurt auch auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit neue Techniken zur Abgas- und Verbrauchsreduzierung die bestimmenden Themen sein. „Mindestens eine Studie eines neuartigen Hybrid-Brennstoffzellen- oder Elektroautos gehört mittlerweile zum guten Ton“, unkt die Fachpresse.

Bis die neuen Techniken allerdings marktreif sein werden, dauert es in der Regel mehrere Jahre. Daher setzen die Autobauer aktuell vor allem auf optimierte - aber altbewährte - Technik, um sich zumindest einen umweltfreundlichen Anstrich zu geben. So werden in Detroit immer mehr Autos mit spritsparenden Dieselmotoren gezeigt - ausgerüstet mit Filtern und Katalysatoren, um die Abgase und den Feinstaub zu reduzieren. Darüber hinaus setzen die Autobauer auf Leichtbauweise, um Sprit zu sparen. So will Mitsubishi beispielsweise mit der Coupéstudie Concept-RA beweisen, dass sich mit einem Dieselmotor durchaus sportliche Dynamik und Umweltfreundlichkeit verbinden lassen.

Ein neuartiges, auf die US-amerikanischen Abgasbestimmungen ausgelegtes Katalysatorsystem sorgt für weniger Stickoxiden in der Luft und reduziert den Feinstaub. Die Karosserie aus Aluminium reduziert das Gewicht. Motorhaube, Stoßfänger und Teile der Außenhaut sind aus einem extrem stoßfesten und recyclefreundlich Kunstharzwerkstoff gefertigt.

Nach Mercedes, Audi und VW hat jetzt auch BMW die ersten sauberen Diesel für den US-Markt angekündigt. Die Münchener werden als Highlight ihren 1er erstmals als Cabrio präsentieren. Er ist ein Viersitzer und besitzt ein elektrohydraulisches Stoffverdeck, das in 22 Sekunden per Knopfdruck auch währen der Fahrt geöffnet werden kann. Zum Marktstart wird das Cabrio in den USA mit zwei Sechszylinder-Motoren mit 233 PS und 304 PS angeboten. Später kommen noch zwei Vierzylinder und ein Diesel dazu.

Doch was wäre die Autoshow ohne das Schaulaufen dicker Geländewagen und Pickups? In diesem Jahr sind sie allenfalls ein bisschen kleiner, ein bisschen grüner. Toyota stellt den A-Bat vor, eine Mischung aus Pkw und Pickup, Mercedes den kleinen Geländewagen GLK und die Chrysler-Marke Jeep einen Öko-Floh fürs Gelände, genannt Renegade. Er soll nur zwei Passagieren Platz bieten und von einem Elektro- und einem kleinen Dieselmotor angetrieben werden.

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