Deutsche Autobauer bei der WM im Abseits?
WM-Sponsor Hyundai schießt Eigentor

Der koreanische Konzern Hyundai ist der einzige Autobauer, der im Auto-Land Deutschland offiziell mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 werben darf.

HB SEOUL/HAMBURG. Dafür haben die Südkoreaner - wie die anderen 14 Weltpartner und sechs nationalen Förderer - viel Geld an den Welt-Fußballverband Fifa bezahlt. Doch bevor der Ball in den zwölf Stadien in Deutschland rollt, hat das Unternehmen daheim ein Eigentor geschossen, das auch nach eigener Einschätzung einen erheblichen Imageschaden nach sich ziehen wird. Hyundai-Chef Chung Mong Koo (68) wurde in der letzten April-Woche wegen des Verdachts der Korruption und Untreue verhaftet.

Dabei sollte gerade die Fußball-WM in Deutschland helfen, die Marke in Europa bekannter zu machen. Hyundai will bis zum Jahr 2010 unter die sieben größten Autohersteller der Welt vorstoßen. Hyundai und die Schwester Kia die derzeit Werke in Tschechien und in der Slowakei errichten, leiden hier zu Lande unter mangelndem Bekanntheitsgrad. Nach Angaben von Stephan Schröder vom Kölner Marktforschungsinstitut Sport + Markt lag die Bekanntheit als Fifa- Partner in Deutschland bei einer Erhebung im März bei 32 Prozent und damit elf Prozentpunkte hinter dem Durchschnittswert der anderen Fifa-Partner.

Dennoch waren die Werbeaktionen als WM-Sponsor nicht erfolglos. Denn gemessen an der Ausgangslage im März 2003 mit einem Wert von 16 Prozent stieg auch der Bekanntheitsgrad der Südkoreaner stetig an. Folgerichtig sicherte sich der Konzern die Rechte für das Sponsoring der Fußball-Weltmeisterschaften bis 2014. Seit 2002, als die WM im eigenen Land und in Japan stattfand, ist Hyundai Hauptsponsor des größten Sportereignisses.

Über die finanziellen Konditionen, die Hyundai mit der Fifa ausgehandelt hat, schweigt sich das Unternehmen aus. „Die Summe ist vertraulich“, sagt Park C.H., der die Sportmarketingabteilung der Südkoreaner leitet. Der zur Hyundai-Motor-Gruppe gehörende Hersteller Kia Motors soll nach der WM 2006 dazustoßen.

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