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Deutscher Automarkt: Opel und Seat locken mit hohen Rabatten

Die Zahl der Verkaufsförderungen auf dem deutschen Automarkt ist im April leicht zurückgegangen, das Rabattniveau liegt aber noch deutlich höher als vor einem Jahr.

von Klaus Zwingenberger Quelle: MID
Opel lockt die Kunden für einen Astra GTC mit den derzeit größten Rabatten auf dem deutschen Markt. Bis zu 26,6 Prozent sind möglich. Quelle: Pressefoto
Opel lockt die Kunden für einen Astra GTC mit den derzeit größten Rabatten auf dem deutschen Markt. Bis zu 26,6 Prozent sind möglich. Quelle: Pressefoto

Duisburg/EssenDie Zahl der Verkaufsförderungen auf dem deutschen Automarkt ist im April leicht zurückgegangen, das Rabattniveau liegt aber noch deutlich höher als vor einem Jahr. Prof. Dudenhöffers "Center Automotive Research" an der Universität Duisburg/Essen sieht eine Angleichung des Neuwagenmarktes an die stabile Gesamtkonjunktur in Deutschland.

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Seat, das Sorgenkind im VW-Konzern, biedert sich mit einer Null-Anzahlung, mit Null-Zinsen und Fünfjahres-Verträgen bei den deutschen Autofahrern an, die damit auf einen Preisnachlass von 26,6 Prozent kommen. Wenn sie denn kommen. Auch Opel steht unter starken Preisdruck. Der Astra GTC kommt mit einem Sonderleasing über 36 Monate auch auf 25,8 Prozent Rabatt.

Tipps für ein langes Auto-Leben

  • Öl regelmäßig wechseln

    Autobauer geben vor, wie oft das Öl des eigenen Fahrzeugs gewechselt werden muss. Auch welche Sorte und Viskosität die richtige ist, findet man in den Hersteller-Informationen. An diese Vorgaben sollten sich Fahrzeugbesitzer dringend halten, denn Motoröl schmiert nicht nur - auch Metallpartikel und Verbrennungsrückstände lagern sich mit der Zeit darin ab.

  • Inspektionen nach Wartungsplan

    Bei Inspektionen sollten die Wartungspläne des Herstellers genau eingehalten werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle möglichen Schwachstellen überprüft und gegebenenfalls auch gefunden werden können. Außerdem wichtig: Der Zahnriemen des Autos sollte regelmäßig ausgetauscht werden.

  • Langsam "Warmfahren"

    Auf den ersten Kilometern sollten Autofahrer den Motor mit relativ niedriger Drehzahl warmfahren. Der Grund: Der Motor besteht aus verschiedenen Materialien, die sich nach dem Kaltstart unterschiedlich schnell erwärmen und demzufolge auch ausdehnen. Zu schnelles Aufs-Gas-Drücken könnte also dazu führen, dass der Kolben nicht mehr in den Zylinder passt und klemmt. Hinzu kommt, dass auch das Öl nach dem Start noch kalt und zähflüssig ist - es braucht also eine gewisse Zeit, um zu den Schmierstellen gepumpt zu werden.

  • Motor abkühlen lassen

    Turbomotoren können sich sehr stark erhitzen. Damit das Öl nicht an der Achse des Turbinenrades verkohlt und die Ölkanäle verstopft, sind Fahrer gut beraten, wenn sie den Motor ein paar Minuten im Leerlauf abkühlen lassen.

  • Kurzstrecken und Kaltstarts vermeiden

    Beim Kaltstart eines Verbrennungsmotors wird das Kühlwasser und Öl nicht vorgewärmt. Auch im Schmierölkreislauf kann vorher kein Druck aufgebaut werden. Die hohen Temperaturunterschiede belasten den Motor. Unnötige Kaltstarts und Kurzstrecken sollten aus diesen Gründen vermieden werden.

  • Drehzahlen im Auge behalten

    Wird ein kaltes Triebwerk zu hoch gedreht, führt das zu Verschleißerscheinungen. Wer permanent mit voller Leistung fährt, wird auch trotz behutsamen "Warmfahrens" und regelmäßigem Ölwechsel mit mehr Abnutzungserscheinungen rechnen müssen. Aus diesem Grund sind Drehzahlen im mittleren Bereich zu empfehlen.

  • Durchlüftung

    Auch wenn das Merkmal "Garagenwagen" bei Gebrauchtwagenkäufern gern gesehen ist, trocknen nasse Fahrzeuge aufgrund der mangelnden Belüftung in Garagen meist langsamer - vor allem in den Zwischenräumen. Besser aufgehoben sind Autos in einem Carport.

  • Reinigung

    Die Schmutz- und Rostnester eines Autos liegen meist im Verborgenem. Deswegen sollte bei einer Reinigung wirklich gründlich vorgegangen werden. Dabei sollten vor allem die Tür- und Haubenkanten, die Radläufe und der Unterboden nicht vergessen werden.

  • Hohlraumkonservierung

    Wer seinem Fahrzeug ein langes Leben bescheren möchte, sollte Hohlräume und den Unterboden vor Rost schützen. Am besten geht das mit Wachs oder Fett.

  • "Reifenschonend" fahren

    Wer ständig über Bordsteine und durch Schlaglöcher brettert, setzt nicht nur den Reifen seines Autos ordentlich zu, sondern auch eine Achse wird das auf Dauer kaum unbeschadet aushalten können. Deswegen ist bei solchen Hindernissen Vorsicht gefragt.

Noch höhere Rabatte erzielten Internetvermittler. Dort gab es den Fiat Punto mit 31,8 Prozent und den Opel Astra mit 29,3 Prozent Preisnachlass. Ford mit dem Focus und VW mit dem Golf boten nur 21,3 Prozent bzw. 20,4 Prozent. Für die 30 beliebtesten Modellreihen im Privatkundenmarkt blieb es im Durchschnitt bei einem Nachlass von 17,7 Prozent. Deutliche Änderungen gab es beim Hyundai I30 und Skoda Yeti, die um vier beziehungsweise zwei Prozent billiger wurden.

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Generell, so das CAR-Center in seinem Maibericht, sind jedoch die beworbenen Hersteller-Aktionen im April 2012 gegenüber dem Vormonat März leicht zurückgegangen. Waren es im März noch 374 Aktionen, so sanken sie im April auf 346 Aktivitäten. Die Marktbeobachter stellen also eine Konsolidierung fest, doch das Rabattniveau liege aber immer noch deutlich über dem des Vorjahresmonats.

Wie stark Opel zu kämpfen hat, zeigt sich auch an den "Tageszulassungen". Hier liegt Opel an der Spitze aller deutschen Autohersteller, weil im April 43,2 Prozent aller neu zugelassen Opel (noch) keinen Kunden hatten. Bei VW stieg dieser Anteil leicht auf 29,6 Prozent an. Die drei deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes fuhren die Tageszulassungen sogar zurück. Bei Mercedes waren es mit 20,2 Prozent am wenigsten.

ADAC-Umfrage 2011: So haben die deutschen Marken abgeschnitten

  • Porsche

    Der beste unter den deutschen Herstellern ist Porsche: 168 Kunden gaben der Marke im Schnitt einen Zufriedenheitswert von 1,42. Im ADAC-Ranking landete die Marke auf Platz 5. Damit schneidet Porsche besser ab als alle anderen deutschen Konkurrenten.

  • BMW

    Mit 3096 Fragebögen waren BMW-Kunden besonders häufig unter den Teilnehmern der Kundenumfrage. Im Schnitt erreichte die bayerische Marke einen Wert von 1,53 und landete auf Platz 10.

  • Audi

    Mit einem Wert von 1,59 lag Audi immer noch in der oberen Hälfte des ADAC-Rankings. Ingesamt landete der Autohersteller auf Platz 15. Gegenüber den Vorjahreswerten hat sich Audi verbessert.

  • Mercedes

    Auch die Kunden des Stuttgarter Autobauers Daimler sind im Schnitt zufriedener als noch im Vorjahr. Mercedes-Benz erreicht einen Wert von 1,65, landet aber nur auf Platz 19 des Gesamtrankings.

  • Volkswagen

    Die VW-Kunden wählten ihre Marke lediglich auf Platz 27. Mit einem Wert von 1,82 zeigt der Trend für die Wolfsburger dennoch nach oben.

  • Opel

    Die Opel-Kunden sind mit ihrer Marke nur mäßig zufrieden - sie vergaben die Note 1,83. Im Vergleich zum Vorjahr konnten sich die Rüsselsheimer nicht verbessern.

  • Mini

    Mini landete bei der diesjährigen Befragung nur auf Platz 32, konnte sich aber dennoch gegenüber dem Vorjahr verbessern. Die Kunden vergaben im Durchschnitt die Note 1,87.

  • Smart

    Der kleine City-Flitzer schnitt bei den Kunden nicht gut ab: Eine Durchschnittsnote von 1,92 bedeutet Platz 33. Der Trend zeigt nach unten.

Mit neuen Hersteller-Aktionen traten im April einige Importeure auf den Markt. Citroen lockte mit der "Love Selection", die für C1 bis C5 gilt, und zu Zinsersparnissen von 2 300 Euro bis 5 200 Euro führt. Bei Fiat lassen sich mit einer Null-Prozent-Sonderfinanzierung für Bravo bis Sedici bis zu 3 000 Euro Zinsen sparen. Wer bei Mazda Sondermodelle unter dem Zeichen "40 Jahre" ordert, spart ebenso wie der Nissan-Kunde beim "Crossover-, City- oder 4x4-Bonus".

Wenn Hersteller und Verkäufer zu viel versprechen

  • Korrekte Angaben

    Die Regel gilt zwar für alle Preisklassen. Aber die Fehler werden in der oberen Klasse schnell teurer. Darum sollte vor allem darauf geachtet werden, dass im Kaufvertrag das Herstellungsdatum korrekt angegeben ist und dass tatsächlich die Lieferung eines "Inland-Fahrzeugs" vereinbart wird und - falls nicht ausdrücklich gewünscht - die Lieferung eines Re-Imports ausgeschlossen ist.

  • Schriftliche Vereinbarungen

    Gerade bei Edelautos gibt es viele Sonderwünsche. Umso wichtiger ist es, dass alle Vereinbarungen, wie beispielsweise die Lieferung eines speziellen Zubehörs, schriftlich niedergelegt werden.

  • Die richtige Unterschrift

    Auch hier ist schon viel schief gelaufen. Deswegen raten Juristen dazu, unbedingt darauf zu achten, dass der Vertrag von einer vertretungsberechtigten Person auf Verkäuferseite unterschrieben wird.

  • Die richtige Reihenfolge

    Ganz wichtig: Damit Autokäufer nicht ausgenommen werden, sollten sie den Kaufpreis nur Zug um Zug gegen Übergabe des Fahrzeugs mit allen Papieren zahlen. Wer sich hier großzügig zeigt und zu schnell zahlt, kann nachher eine böse Überraschung erleben.

  • Alle guten Dinge sind zwei

    Ist der teure neue Wagen mangelhaft, hat der Verkäufer laut Experten nur zwei Reparaturversuche. Oft wird von Autohäusern und Herstellern behauptet, es gäbe noch einen dritten Versuch. Falsch. Nach schon nach zwei fruchtlosen Nachbesserungsversuchen kann der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten. Gerade bei hohen Kaufpreisen wird hier dann gern gestritten.

  • Eine Sache für den Anwalt

    Nach dem zweiten Reparaturversuch kann die Einschaltung eines Anwalts unter Umständen weiterhelfen. Denn geht es um eine Rücktrittserklärung, sind verschiedene rechtliche Besonderheiten zu beachten.

Aus dem Oberstübchen der deutschen Automobilindustrie ist eine "Dynamik mit Stern" auf den Markt gekommen, die für die C-, E-, GLK-, SLK- und Viano-Klasse gilt. Sie bringt um die 3 000 Euro Einsparung, was für diesen Kundenkreis kein besonders schlagkräftiges Kaufargument sein dürfte.

Quelle: MID
  • 04.05.2012, 17:43 Uhr

    Opel wird leider bald Geschichte schein.

    In Europa geht man davon aus dass 4-6 Produktionsstätten geschlossen werden müssen. >1. Mio Überkapazität. Der Markt ist seit jahren gesättigt. Den Bürgern fehlt das Geld und das Auto dient gerade jungen Leuten immer weniger als Statussymbol.
    PSA, Fiat und Opel müssen die Produktion deutlich senken.
    Bei Opel kommt erschwerend hinzu dass die wichtigsten Massenmärkte in Fernost von GM abgedeckt werden und Opel geziehlt der Zugang verweigert wird.
    In Europa selbst kann jedoch kein einziger Hersteller überleben. Die neuesten Zulassungsstatistiken sind katastrophal und selbst diese sind noch mit extremen Werks und Händlerzulassung deutlich aufgehünscht.
    Es wird kein halbes Jahr vergehen bis die ersten Politiker wieder nach Abwrackprämien rufen.

  • 04.05.2012, 21:14 Uhr

    für junge leute ist das auto kein statussymbol ? das wäre mir neu wenn ich das hier bei mir so in der gegend anschaue ist das erste was sich die meisten lehrlinge von ihrem gehalt finanzieren bzw kaufen entweder ein audi a3 oder bei 1er bmw bzw ein golf
    zu psa kann ich nichts sagen bei fiat sieht die situation in deutschland eigetnlich ganz gut aus panda ist extrem günstig und qualitativ auch gut an dem kann ja auch nicht viel kaputt gehen wird sehr gut verkauft 500er qualitativ auch sehr gut wird auch sehr gut verkauft hauptsächlich an frauen und ist preislich wenn man ihn mit dem mini vergleicht auch ziemlich günstig der punto ist qualitativ naja mittelmäßig allerdings sehr günstig demzufolge wird der auch ganz gut verkauft design überzeugt eigetnlcih bei der ganzen palette fiat ist im asiatischen raum mit günstigen kleinwagen vertreten was dort auch ein zukunftsmarkt ist weil die mehrheit der chinesen etc werden wohl eher nicht mercedes oder porsche fahrer werden können
    durch den zusammenschluss mit chrysler sind positive synergieeffekte zu erwarten sieht man am freemont der von doge kommt in europa aber von fiat genutzt wird
    für fiat sieht die situation mit marchione also eher possitv für die zukunft aus bei opel hingegen schlechte qualität langweiliges design teure preise fast nur in deutschland vertreten

  • 05.05.2012, 08:28 Uhr

    Opel, Seat & Ford...drei marken, deren Modelle wie Blei in den Regalen stehen. Wenn ich einen von denen nehmen müsste, dann wärs ein Seat - weil da ausgereifte VW-Technik drunter ist. Bei Ford käme es auf das Modell an - der kommende B-Max sieht z.B. vom Konzept her sehr interessant aus.Allerdings sind Ford nach 100T km ein Offenbarungseid..Klappern, Scheppern, verschlissene Oberflächen...
    Opel ist klares No-Go -Design & Technik völlig daneben- egal welches Modell-der Listenpreis sehr mutig für den angebotenen Schrott - wenns die Bude noch länger 2 Jahre in der derzeitigen Form gibt, dann würde mich das stark wundern. Die werden von GM genauso wie Saab entsorgt werden....jede Wette.
    Aber bevor ich bei denen überhaupt was kaufen würde, dann wäre ich viel eher bereit, bei Kia oder Hyundai was zu erstehen.

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