"Die Deutschen sind zu langsam"
Der endgültige Abschied vom Welt-Auto

Die Autohersteller beginnen, ihre Produkte an unterschiedliche Märkte anzupassen.

FRANKFURT. Lange bevor das Wort Globalisierung in Mode kam, hatte sich der Gedanke in der Automobilindustrie festgesetzt. Ingenieure träumten vom „Welt-Auto“, das alle Ansprüche und Wünsche aller Kunden rund um den Erdball erfüllen sollte. Der Ford Mittelklassewagen „Mondeo“ (franz. Le Monde = Die Welt) sollte so eine eierlegende Wollmilchsau sein - die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt.

Inzwischen haben die Hersteller erkannt, dass die Wünsche der Kunden einfach zu unterschiedlich sind, um sie mit einem einzigen Modell befriedigen zu können. Mehr noch: Das Produkt muss auf den Kunden zugeschnitten sein. Daher kündigte Audi jetzt an, sein Design innen und außen künftig stärker an die Märkte anzupassen.

„Es wird verstärkt Differenzierungen geben“, sagte Audi-Designchef Walter de’Silva der „Financial Times Deutschland“. So entwickelt das Ingolstädter Unternehmen mit dem Audi Q7 einen Geländewagen, der vor allem den US-Geschmack treffen soll. Auch der neue Kühlergrill der Audi-Familie nimmt auf US-Besonderheiten Rücksicht: Da die Autos dort vorne keine Kennzeichen tragen, soll die Kühlermaske wie „aus einem Guss“ wirken.

Im Grunde setzt die Ankündigung von Audi, auch das Design der Autos an den Ländergeschmack anzupassen, eine bereits eingeschlagene Richtung der Autohersteller fort. So ist vor allem deswegen heute praktisch jedes Auto mit Dosenhaltern ausgerüstet, weil sich ein Wagen ohne diese Ausstattung in den USA schlicht nicht verkaufen lässt.

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