Die Lust am Laster
Ford F - Amerikas Auto Nummer 1

Wenn VW einen neuen Golf vorstellt, fiebern Öffentlichkeit und Medien. In Amerika ticken die Uhren anders. Dort hyperventiliert die Autonation, wenn Ford ein neues F-Modell ankündigt.
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Seit über 30 Jahren steht die Pick-up-Reihe Ford F an erster Stelle in den US-Autocharts. Aktuell stellten die Amerikaner die neuste Generation des Jahrgangs 2015 vor. Die Erfolgsgeschichte des Ami-Lasters begann mit der Präsentation der F-Serie 1948.

763.402 Neuwagen in einem Jahr sind eine Ansage. So viele F-Modelle verkaufte Ford 2013 in den Vereinigten Staaten. Seit mehr als 30 Jahren ist die Pick-up-Baureihe das beliebteste Auto der Amerikaner. Die Nummer 2, der Toyota Camry, reiht sich mit rund 400.000 Einheiten deutlich abgeschlagen in das Ranking ein. Im Herbst, wenn in den USA das nächste Modelljahr beginnt, bringt Ford die nächste Generation der F-Serie auf den Markt.

Die 13. Generation verzichtet auf den ersten Blick auf kein beliebtes Attribut. Es gibt drei Karosserieversionen, die sich durch ihre Kabinen unterscheiden: Zwei-Sitzer, Viersitzer und „Crew-Cab“. Jede Kabine lässt sich mit zwei verschieden langen Ladeflächen kombinieren. Die Modelle sind zwischen 5,32 Meter und 6,19 Meter lang, der Radstand variiert zwischen 3,1 Meter und 4,16 Meter. Für alle Varianten ist Heck- und Allradantrieb verfügbar.

Die tragende Struktur bildet selbstverständlich wieder ein massiver Leiterrahmen. Erstmals besteht die Karosserie jedoch aus Leichtmetall. Damit sinkt das Leergewicht der einzelnen Modelle um bis zu 320 Kilo. Auch beim Antrieb müssen amerikanische Kunden umdenken.

Der kleinste Hubraum beträgt künftig 2,7 Liter. Der aufgeladene „Eco-Boost“-Motor liefert dennoch standesgemäße Leistungsdaten: 239 kW/325 PS. Als Einstiegsmotorisierung steht ein 3,5-Liter-V6 mit 208 kW/283 PS zur Verfügung. Die Leistungsdaten für einen aufgeladen 3,5-Liter-V6 und den Fünfliter-V8 stehen noch nicht fest. Für die Kraftübertragung steht grundsätzlich ein Schaltautomat mit sechs Gangstufen zur Verfügung. Die Preisliste startet bei 26.615 Dollar.

Es sind nicht nur die günstigen Preise, die in den USA für die millionenfache Verbreitung der Pick-ups sorgen. Robustheit und vielfältige Nutzung standen seit jeher ganz oben auf der Liste der Kunden in den weiten ländlichen Regionen der Vereinigten Staaten.

Schon das T-Modell, die legendäre „Tin Lizzy“, bot ab 1913 eine Pritschen-Version für die Landbevölkerung. Den Anspruch an Nutzbarkeit unterstreichen die Werte für Zuladung und Anhängelasten für den aktuellen F. Der F- 150 darf 1.400 Kilo zuladen und nimmt bis 5.000 Kilo an den Haken. Der F-350 transportiert 2.600 Kilo und darf bis zu 8.700 Kilo ziehen.

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