Die Messlatte in Sachen Hubraum kommt aus Großbritannien - Der Trend geht zum Zwei-Liter-Motorrad
Mehr Hubraum für Schaltfaule

Ein voller Liter Hubraum war bei Motorrädern lange eine "magische Grenze". Seit einiger Zeit schaffen Motorradbauer Motoren mit bislang kaum für möglich gehaltenen Hubraum-Daten. Nun liegt die Obergrenze bei deutlich mehr als zwei Litern.

dpa/gms ESSEN/MÜNCHEN. Die Messlatte in Sachen Hubraum kommt aus Großbritannien. Anfang 2004 präsentierte Triumph mit der Rocket III eine Maschine, die alles übertrifft: Sie besitzt einen längs eingebauten Dreizylinder-Motor mit 2,3 Litern Hubraum. „Entwickelt wurde das Motorrad für den US-Markt, dort strebt man nach mehr Hubraum“, sagt Dennis Pudeck von Triumph Motorrad Deutschland in Friedrichsdorf-Köppern (Hessen).

Bei der Entwicklung hatte man laut Pudeck zunächst „nur“ 2,0 Liter anpeilt. Dann wurde klar, dass noch mehr möglich ist. Mittlerweile steht fest, dass die Faszination Hubraum nicht nur in Nordamerika wirkt - trotz eines Preises von knapp 18 000 Euro. „Die Rocket III verkauft sich auch in Europa reißend, es gibt Lieferzeiten.“

Auch die Konkurrenz schafft Hubraumrekorde. Kawasaki wirbt für die VN 2000 mit dem Prädikat „weltgrößter“: Laut Christiane Urban von Kawasaki Deutschland in Friedrichsdorf (Hessen) hat die Maschine den weltgrößten Zweizylinder-V-Motor, und zwar mit exakt 2053 Kubikzentimetern Hubraum.

Dass Hubraumriesen bisher vor allem in vergleichsweise gemütlichen Cruisern eingesetzt werden, hat einen Grund: „Grundsätzlich haben Motoren mit großem Hubraum auch immer ein recht hohes Drehmoment“, sagt Achim Kuppinger, Motorrad-Fachmann der Dekra in Stuttgart.

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