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Die neuen Trends rund um das Auto-Rad

Autofelgen sind in der Regel mit einer silberfarbenen Lackschicht überzogen. Doch das ändert sich: „Der Trend geht weg von der einheitlich silbernen Felge“, sagt Otmar Kup, Sprecher des Zubehör-Herstellers Zender in Mülheim-Kärlich.

dpa/gms DÜSSELDORF/ESSLINGEN. Autofelgen sind in der Regel mit einer silberfarbenen Lackschicht überzogen. Doch das ändert sich: „Der Trend geht weg von der einheitlich silbernen Felge“, sagt Otmar Kup, Sprecher des Zubehör-Herstellers Zender in Mülheim-Kärlich.

Die Rad-Hersteller setzen dabei auf Glanz, der mit Speziallacken oder auch dem fast vergessenen Chrom erreicht wird. „In den USA werden 80 bis 90 Prozent der Nachrüsträder mit Chromglanz verkauft“, sagt Hans-Jürgen Tücherer, Sprecher des italienischen Rad-Herstellers OZ mit Deutschlandsitz in Biberach.

Immer wieder gab es Versuche, Räder zu verchromen - mit der Folge, dass eine abblätternde Beschichtung das Erscheinungsbild nach einiger Zeit stark schädigte. „Verchromte Räder gibt es schon lange, sie haben aber oft nicht lange gehalten“, so Steven Apro vom Rad-Anbieter Oxigin aus Esslingen bei Stuttgart. Der Grund dafür liege darin, dass das steife Schwermetall Chrom und das „arbeitende“ Leichtmetall der Räder sich nicht immer vertragen.

„Ein Rad unterliegt während der Fahrt gewissen Verwindungen“, erklärt Apro. „Die Verchromung ist aber extrem hart.“ Die Folge waren Spannungen zwischen Chrom und Grundmaterial, die bald zu Rissen in der Beschichtung führten. So konnte Feuchtigkeit eindringen, die Chromschicht bröckelte. Bei Oxigin werden die Räder nun nicht - wie sonst typisch - in einem galvanischen Bad verchromt. „Unsere Methode ist eine Chrombedampfung.“ Nach dieser Behandlung wird die Oberfläche noch mit einem Klarlack geschützt.

Der Trend zu immer größeren Rädern hat sich längst durchgesetzt: „Die Entwicklung bei den Größen geht permanent weiter“, sagt Joachim Joost, Vertriebsleiter des Radfabrikanten BBS in Schiltach. Während Autohersteller vor wenigen Jahren vor allem Rädern mit Durchmessern von 15 oder 16 Zoll montierten, sind heute schon 17 Zoll Standard. Zubehör-Lieferanten unterscheiden ihre Produkte schon traditionsgemäß auch durch andere Größen - zunehmend in den Dimensionen 19 und 20 Zoll.

Solche Extras kommen nicht mehr nur bei Oberklasse-Modellen zum Einsatz. „19-Zoll-Räder gibt es schon für Mittelklasse-Modelle wie einen 3er-BMW oder den Audi A4“, so OZ-Sprecher Tücherer. Vor allem an stark motorisierten Geländewagen werden sogar schon Räder mit Durchmessern von 21 oder 22 Zoll montiert.

Die Riesenrad-Optik hat auch Nachteile. Schließlich ist der mögliche Durchmesser eines Rades im Radhaus nicht unbegrenzt. Und wenn das metallene Innenteil größer wird, muss der Reifen dünner werden. „Die Reifen werden immer flacher - irgendwann sind sie nur noch eine Art Felgenschoner“, warnt Ruprecht Müller, Techniker des Adac in München. Ein extrem flacher Reifen kann kaum mehr helfen, Stöße von Fahrbahn-Unebenheiten abzufangen. Zusätzlich belastet werden in der Folge das Material der Felge, das Fahrwerk - und auch die Rücken der Insassen.

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