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Die Neuheiten der Fahrradmessen

Köln/Friedrichshafen (dpa/gms) - Wenn die ersten Fahrradfahrer wieder mit dem Gedanken spielen, auf Bus und Bahn umzusteigen, beginnt für die Hersteller schon die kommende Saison: Im September werden bei den Fahrrad-Fachmessen neue Entwicklungen und Trends vorgestellt.

Köln/Friedrichshafen (dpa/gms) - Wenn die ersten Fahrradfahrer wieder mit dem Gedanken spielen, auf Bus und Bahn umzusteigen, beginnt für die Hersteller schon die kommende Saison: Im September werden bei den Fahrrad-Fachmessen neue Entwicklungen und Trends vorgestellt.

Den Anfang macht die Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee (Publikumstag: 5. September), danach geht es auf der Ifma in Köln weiter (Publikumstag: 19. September).

Ein Beispiel für moderne Technik sind die Fahrräder nach dem so genannten Smover-Konzept des Zulieferers Shimano. Hier gibt es eine elektronische Schaltung, die Federung stellt sich auf die Anforderungen ein. Während es bislang von einzelnen Herstellern nur Fahrräder mit kompletter Smover-Ausstattung gab, soll nun die Automatikschaltung auch einzeln in Fahrrädern Einzug halten.

Noch viel weiter in die Zukunft will die Köln-Messe während der Ifma blicken lassen. Dort werden die Visionen von Designstudenten für die Zukunft des Fahrrades gezeigt - von der U-Bahn-Rolltreppe für die problemlose Rad-Mitnahme bis zur Brille, deren Videofunktion es ermöglicht, den Fahrradausflug daheim noch einmal anzuschauen.

Wie schon bei den Autos gibt es nun auch bei den Fahrrädern einen Trend zum Retro-Design. So stellt Hawk Bikes aus Berlin Fahrräder vor, deren Design sich an das von Motorrädern aus den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts anlehnt. Damals sahen Motorräder noch ein wenig wie Fahrräder aus.

Dass es auch beim Zubehör Trends gibt, zeigt sich in Sachen Reifen: Hier geht es zunehmend in Richtung Komfort. „Herkömmliche Reifen haben Durchmesser von 37 bis 44 Millimetern, bei den Komfortreifen sind es 54 bis 62 Millimeter“, so Helmut Ernst, Leiter des Bereichs Zweiradreifen bei Continental in Korbach (Hessen). Das zusätzliche Volumen sorgt für bessere Federung und mehr Komfort.

Eine neue Idee für mehr Sicherheit in der Dunkelheit stellt Chiba Gloves aus Teisendorf (Bayern) vor: „Vision“, den leuchtenden Fahrradhandschuh. „In eine durchsichtige Hülle im Bereich der Oberhand lässt sich eine Leuchtdiode einschieben“, erklärt Inhaber Christian Placzek. Die Leuchtröhre bezieht ihren Strom von einer Batterie und lässt sich auf Blink- oder Dauerlicht einstellen.

Zu welchen Extremen die Entwickler heute bei Zubehörteilen fähig sind, zeigt eine weitere Neuheit. Laut Gerhard Dummert von Tune in Britzingen (Baden-Württemberg) hat das Unternehmen den leichtesten Serien-Fahrradsattel der Welt produziert. „Der Sattel besteht aus Carbon und wird komplett aus einem Stück gefertigt“, so Dummert. „Das Gewicht liegt bei 45 Gramm, normalerweise sind es mindestens 180 Gramm.“ Der Preis des Rennrad-Sattels liegt bei fast 300 €.

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