"Die Richtung stimmt - der Weg ist lang"
Autojahr startet in Detroit mit Stimmungstief

Der Start ins Autojahr 2006 steht in Amerika unter einem schlechten Stern: Die Automesse im der Branchenmetropole Detroit (8. bis 10. Januar) als traditionelles Stimmungsbarometer der Branche leidet unter der schweren Krise der US-Autobauer.

HB DETROIT. Negativschlagzeilen von Fabrikschließungen, zehntausenden gestrichenen Jobs, Überproduktion und sinkenden Marktanteile werden auch die aufwendigen Glitzershows der drei US-Konzerne General Motors (GM), Ford und Chrysler in der Messehalle am Detroit River nicht vergessen machen.

Wobei immerhin Chrysler als einziger der „Big Three“ profitabel ist, während GM und Ford „sich in einer Art Überlebenskampf“ (Automobilforscher Prof. Ferdinand Dudenhöffer) befinden.

Die deutschen Autobosse dürften mit gemischten Gefühlen nach Detroit reisen. 2005 wird ihr Marktanteil in den USA von 5,2 Prozent (2004) auf 5,0 Prozent sinken (B&D Forecast Institut). Hauptgrund ist die schlechte Performance von VW. Denn Volkswagen hat in den USA massive Absatzprobleme. Die Verkäufe sanken von Januar bis Ende November 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,5 Prozent auf rund 198 000 Fahrzeuge. Der Luxuswagen Phaeton wird in den USA im Sommer 2006 vom Markt genommen. Für das Gesamtjahr 2005 rechnet VW im US-Geschäft wie im Vorjahr mit einem Verlust von rund einer Milliarde Euro.

Wesentlich besser steht BMW da. Zusammen mit dem Mini wird die 300 000er-Marke in den USA geknackt werden - neuer Rekord. Porsche dürfte leicht zulegen und Mercedes-Benz kann mit einem Absatz von rund 215 000 Fahrzeugen rechnen. Bis Ende November lagen die Stuttgarter mit einem Absatzrückgang von 0,9 Prozent praktisch auf Vorjahresniveau.

Spannende Produktoffensiven sind auf der Detroit Autoshow aus deutscher Sicht kaum zu erwarten. Audi dürfte dem US- Start seines SUV Q7 entgegenfiebern, der wie maßgeschneidert für Nordamerika ist. Mit dem großen Geländewagen Mercedes-Benz GL feiert bei DaimlerChrysler ein Fahrzeug Weltpremiere, das seinen Hauptmarkt ebenfalls in Nordamerika haben dürfte.

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