Dienstwagen-Check
Prestige geht vor Umweltbewusstsein

Während einige Unternehmen bei Mitarbeiter-Dienstwagen umdenken, ist das dicke Auto für viele Vorstandschefs weiter Pflicht. Das geht aus dem aktuellen Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe hervor
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BerlinSie werben gern mit Umweltschutz, doch ihre Dienstwagen sind oft alles andere als grün: In den Garagen vieler Unternehmen parken nach Angaben von Umweltschützern immer noch spritschluckende Statussymbole.

Tatsächlich verbessern sich die Umweltwerte der Dienstwagenflotten großer börsennotierter und mittelständischer Firmen nur im Schneckentempo, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervorgeht. Befragt wurden 166 Unternehmen, darunter alle 30 Dax-Konzerne. Speziell im Blick hat die Umwelthilfe Firmen, die sich als besonders umweltfreundlich darstellen.

Lediglich fünf Unternehmen bekamen im Test die grüne Karte für glaubwürdiges Klimabewusstsein. Trotz einer gegenüber den Vorjahren leichten Verschärfung des Bewertungsmaßstabs hielten sich drei „Testsieger“ des letzten Jahres – Kaiser´s Tengelmann, Phoenix Solar AG und Tchibo – dabei auf den ersten Plätzen. Auch die Pfeiffer Vacuum GmbH und die SMA Solar Technology GmbH konnten in diesem Jahr mit verbesserten Werten überzeugen und wurden mit der grünen Karte belohnt.

141 Mal verteilten die Umweltschützer dagegen Rot - entweder für Wagen mit hohem CO2-Ausstoß oder für mangelnde Transparenz. Denn drei von vier Unternehmen machten in der Befragung keine oder unvollständige Angaben. Und nur 36 Firmen wollten verraten, welches Modell ihr Vorstandschef fährt.

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Sparsamere Autos für die Angestellten

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  • Nur Menschen, die sich kein dickes Auto leisten können, haben etwas gegen dicke Autos. Ich jedenfalls habe nichts dagegen, und ich freue mich jeden Tag, wenn ich zwischen meinem Porsche 911 und BMW X5 wählen kann, während andere sich in einem Kleinwagen abmühen müssen.

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