Dienstwagen
Fahrtenbuch: Kleine Mängel sind erlaubt

Wenn ein Fahrtenbuch kleine Ungenauigkeiten aufweist, dürfen Finanzbeamte es nicht direkt für ungültig erklären. Das hat das Finanzgericht Köln klargestellt (Az.: 10 K 4600/04).

DÜSSELDORF. Das Finanzamt hatte moniert, die Kilometerstände im Fahrtenbuch einer Geschäftsführerin stimmten nicht mit Angaben in Werkstattrechnungen überein. Zudem seien manche Fahrten laut Internet-Routenplaner kürzer als behauptet. Die Beamten ignorierten daraufhin das Fahrtenbuch und besteuerten die Managerin nach der für diese teureren Einprozentmethode, bei der pro Monat ein Prozent des Autopreises zum Gehalt addiert wird.

Doch die Kölner Richter machten das rückgängig. Die Mängel reichten nicht, um das Fahrtenbuch zu verwerfen. "Nach eigener Erfahrung" seien Angaben in Werkstattrechnungen oft ungenau. Außerdem sei es überzogen, bei einer Fahrt von rund 800 Kilometern eine Abweichung von 40 Kilometern zwischen Fahrtenbuch und Routenplaner bereits als "Fehleintragung" anzusehen.

Dienstwagenfahrer seien schließlich nicht verpflichtet, vor Antritt einer Dienstreise per Routenplaner die kürzestmögliche Strecke zu ermitteln.

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