Dienstwagen: Rundfunkgebühr aufs Autoradio

Dienstwagen
Rundfunkgebühr aufs Autoradio

Eigentlich muss nur einmal Rundfunkgebühr bezahlt werden, egal ob Radios in der Wohnung oder auch im Auto dudeln. Wer sein Gefährt beruflich nutzt, ist aber ein zweites Mal dabei. Das klärt ein aktuelles Urteil.

Ein selbstständiger Steuerberater sollte für sein Autoradio pro Jahr 69 Euro zahlen. Doch der Mann wehrte sich: Er zahle bereits Gebühren für das Radio in seiner Wohnung. Das Radio im Auto sei somit als "Zweitgerät" von den Rundfunkgebühren befreit.

Stimmt nicht, entschied jetzt das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz (7 A 10913/07). Die Befreiung gelte lediglich für Radios in Privatautos. Der Steuerberater habe sein Gefährt jedoch auch für Fahrten zu Mandanten und Fortbildungen genutzt. Obwohl der Anteil der Privatfahrten deutlich überwiege, gelte das Auto somit nicht mehr als Privatwagen – folglich seien die vollen Rundfunkgebühren fällig. Es sei auch nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber zwischen privat und beruflich genutzten Autos unterscheide, meinen die rheinland-pfälzischen Richter.

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