Diesel-Motor kommt später
Dacia Sandero startet bei 7 500 Euro

Dacia hat mit dem Verkauf des Sandero begonnen. Der Fünftürer mit Schrägheck kostet in der Basisversion 7 500 Euro und ist 300 Euro teurer als das 23 Zentimeter längere Stufenheck Logan, teilte die Renault-Tochter mit.

dpa/tmn SPLIT. Starten wird der vom letzten Renault Clio abgeleitete Kleinwagen zunächst mit zwei Benzinmotoren. Zwei Diesel sind für das kommende Frühjahr geplant. Der Sandero ist 4,02 Meter lang und spielt in einer Liga mit VW Polo oder Toyota Yaris. Er bietet Platz für fünf Passagiere und hat ein Kofferraumvolumen von 320 Litern, das durch Umklappen der Rückbank auf bis zu 1 200 Liter erweitert werden kann.

Zur Serienausstattung zählen in allen Modellen ABS und zwei Airbags. Gegen Aufpreis und in den gehobenen Modellvarianten gibt es zudem Servolenkung, Seiten-Airbags, Klimaanlage, eine Reihe elektronischer Helfer und ein Designpaket, das den Fünftürer optisch in die nähe eines Geländewagens rückt. Der Schleuderschutz ESP ist allerdings auch als Option nicht erhältlich.

Zur Markteinführung bietet Dacia den Sandero wahlweise mit einem 55 kW/75 PS starken 1,4-Liter oder einem 1,6-Liter mit 64 kW/87 PS an. Der kleinere Motor ermöglicht dem Hersteller zufolge eine Höchstgeschwindigkeit von 161 Kilometern pro Stunde (km/h). Er verbraucht im Mittel 7,0 Liter Benzin und kommt auf einen CO2-Ausstoß von 165 Gramm pro Kilometer (g/km). Für den 1,6-Liter stehen 170 km/h, 7,2 Liter und 170 g/km im Datenblatt.

Im Frühjahr wird es den Wagen laut Renault auch mit einem 1,5-Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen mit 50 KW/68 PS oder 63 KW/86 PS geben. Fahrdaten und Verbrauchswerte liegen dafür allerdings noch nicht vor.

Neuer Allradler geplant

Dacia plant außerdem einen kompakten Geländewagen. Der Allradler soll auf der Plattform von Logan und Sandero aufbauen und Mitte 2010 auf den Markt kommen.

Im Format werde sich das Fahrzeug an Autos wie dem Suzuki SX4 und dem Hyundai Tucson orientieren, sagte ein Unternehmenssprecher. Demnach müsste der Wagen rund 4,15 Meter lang werden. Auch die Motoren soll der Geländewagen vom Logan übernehmen, wobei nur die stärkeren Aggregate zum Einsatz kommen.

Zur Wahl stehen nach bisheriger Planung ein 1,6-Liter-Benziner mit 64 kW/87 PS und ein Diesel, der aus 1,5 Litern Hubraum 63 kW/86 PS schöpft. Unklar ist dem Sprecher zufolge noch, welcher Allradantrieb verwendet wird. Im Gespräch sei die 4x4-Technik der frisch erworbenen Tochter Lada, eine Übernahme von Komponenten der Konzernschwester Nissan oder der Zukauf bei einem fremden Hersteller. Auch die Preise stehen noch nicht fest. "Aber so viel ist sicher: Es wird mit Abstand das billigste Modell in seinem Segment", sagte Produktmanager Marc Osseux.

Vor dem Start des Allradlers in zwei Jahren bedient Dacia zunächst die gewerblichen Kunden: Im kommenden Jahr gibt es deshalb eine Nutzfahrzeugversion des Kombis MCV. Sie wird Van genannt und besitzt an den Seiten statt Scheiben Verkleidungen aus Blech. Außerdem liefert Dacia den Logan dann auch als Pick-up aus. "Es wird jedes Jahr mindestens ein neues Modell geben", kündigte Osseux an. Bei jeder erfolgversprechenden Fahrzeuggattung werde die Marke aktiv.

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