E-Autos
Unterwegs mit Ökostrom

Potenzielle E-Autofahrer wollen mehrheitlich grünen Strom tanken. Die Regierung reagiert - und fördert Investitionen in moderne Speichertechnik. Elektroautos sollen sogar mit dem Stromnetz kommunizieren.
  • 1

KölnKlimaneutrale Mobilität gelingt zumindest im TV-Spot der Firma Solarworld kinderleicht: „Bin tanken“, ruft Fußballnationalspieler Lukas Podolski seiner Frau zu. Zufällig scheint gerade die Sonne in den Familiengarten. Flugs schließt Poldi sein Elektroauto mit nur einem Handgriff an seine private Solartankstelle an. Die pumpt die Energie ihrer Sonnenkollektoren in die Batterie. „Poldi“ relaxt im Liegestuhl, bis sein Auto aufgeladen ist.

Die Szene ist allzu visionär - zumindest für den privaten Verkehr. Die meisten Tankstellen, die Strom aus erneuerbaren Energien für alternative Antriebe in Eigenregie produzieren, befinden sich hierzulande noch im Forschungsstadium.

Dabei könnte ihr Ausbau die Energiewende beschleunigen. Denn solange Strom für alternative Antriebe nicht grün ist, mangelt es an der Akzeptanz der E-Mobilität. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts IAO ist die Verwendung von Ökostrom für 80 Prozent der potenziellen E-Autofahrer „sehr wichtig“. Zunehmend entwickeln Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen neue Konzepte, die sie unabhängig machen von Stromlieferanten.

Energieunternehmen, Autobauer, Forschungsinstitute und Batteriehersteller basteln an Lösungen, Strom aus erneuerbaren Quellen für alternative Antriebe zu speichern. „Da wird an breiter Front geforscht. Welches System das effektivste ist, muss sich noch zeigen“, sagt Werner Tillmetz, Vorstand des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) in Ulm.

Die Bundesregierung will die Entwicklung von Stromspeichern subventionieren. Auch Unternehmen planen laut einer Studie des Beraters von Boston Consulting, bis 2030 weltweit 280 Milliarden Euro in Stromspeicher zu investieren. Die Hälfte davon seien Batterien. Doch es geht auch anders.

Kommentare zu " E-Autos: Unterwegs mit Ökostrom "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Einfach mal mit realistischen Preisen nachrechnen:

    Wenn ein 100 Ah-Akkumulator(Blei) mit 12 Volt Nennspannung ungefähr 100 € kostet,
    dann kann er ungefähr 1 (eine!) KWh (bei ca. 80% Ladung) speichern.
    Wie oft?
    Realistisch ist: Maximal 200 mal (200 Ladezyklen).
    Ergo: Jede KWh kostet allein für das Speichern 50 €cent.
    Da wäre ich doch dumm, anderen das Speichern zu erlauben.

    Ich weiß, es gibt vielleicht größere Akkus, die insgesamt etwas billiger sind,
    es gibt andere Akkus, die öfter geladen werden können - aber auch wesentlich teurer sind.

    Selbst bei 25 €cent/KWh wäre das viel zu teuer (und energieverschwendend, denn Akkus werden ja mit viel Energie hergestellt!).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%