E-Mails lesen, Fernsehen gucken, digitale Musik hören: Entertainment fürs Auto ohne Grenzen
Tschüss, Autoradio: MP3-Player ziehen ein

Schräg gucken wird belohnt. Zumindest im Auto. Warum das so ist, hat Sharp auf der IFA bewiesen.

BERLIN. Dort stellte der Elektronikriese neuartige Displays fürs Armaturenbrett vor, die unterschiedliche Dinge zeigen - je nach Blickwinkel. Während der Fahrer beispielsweise dem Navigationssystem folgt, kann sich der Beifahrer einen Film ansehen. Noch ist unklar, wann die Monitore auf den Markt kommen. Aber: Die Opel-Mutter General Motors hat bereits den Einbau in ihre Modelle angekündigt.

High-Tech fürs Auto war eines der großen Themen auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin. Viele Hersteller demonstrierten, wie der Wagen der Zukunft aussehen kann - nämlich vollgestopft mit Unterhaltungselektronik aller Art.

Intel etwa stellte gemeinsam mit EEPD und Inperio Systems einen Mini-Computer fürs Auto vor. Der so genannte "Envader to Go" wird da eingebaut, wo sonst das Radio steckt. Mit ihm lässt sich alles machen, was der Rechner daheim auch hergibt: Videos abspielen, Bilder bearbeiten, im Internet surfen. Der Bildschirm ist mit sieben Zoll etwas klein, doch für mehr ist im Armaturenbrett kein Platz. Der Strom kommt von den integrierten Lithium-Ionen-Akkus, die Festplatte bietet Platz für 40 Gigabyte Daten. Das Modell kostet bis zu 2500 Euro und kommt Anfang 2006 in die Läden.

Wachstum: Auto-Bildschirme

Die Faszination vieler Autofahrer an Multimedia-Geräten wie dem "Envader to Go" beschert den Herstellern hohe Umsätze. Allein 2004 wurden in Westeuropa 250 000 Bildschirme, DVD-Player und TV-Tuner speziell für Fahrzeuge abgesetzt.

Auch bei Musik probieren Deutschlands Autofahrer Neues aus. Sie nutzen zunehmend MP3-Player. Apple, Hersteller des Kultgerätes iPod, war zwar nicht selbst auf der IFA dabei. Doch viele Firmen präsentierten entsprechendes Zubehör, etwa Adapter. Der Trend hin zu den digitalen Mini-Geräten hinterlässt seine Spuren. Wurden in Westeuropa 2004 noch rund 21,6 Millionen Autoradios verkauft, so werden es in diesem Jahr voraussichtlich nur 20,8 Millionen sein.

Mobile Navi-Geräte im Trend

Nach wie vor stark läuft der Absatz von Navigationsgeräten. Europaweit gingen sie im vergangenen Jahr zwei Millionen Mal über die Ladentheken. Besonders gut entwickeln sich die mobilen Navigations-Hilfen - also die, die nicht fest im Auto eingebaut sind. Inzwischen kommt fast jedes zweite Gerät aus dieser Gruppe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%