„E-Ruf“ mit 204 Pferdestärken im Heck
Ruf entwickelt Elektro-Porsche

Der Sportwagen-Hersteller und Porsche-Veredler Alois Ruf entwickelt einen 911er mit Elektroantrieb. Einen ersten Prototypen hat das Unternehmen jetzt im bayerischen Paffenhausen vorgestellt.

dpa/tmn PFAFFENHAUSEN. Der Sportwagen-Hersteller und Porsche-Veredler Alois Ruf entwickelt einen 911er mit Elektroantrieb. Einen ersten Prototypen hat das Unternehmen jetzt im bayerischen Paffenhausen vorgestellt.

Das Coupe wird angetrieben von einem Elektromotor mit 150 kW/204 PS, der im Heck kurz vor der Hinterachse montiert ist. Kaum größer als die Trommel einer Waschmaschine, stellt das Aggregat sofort nach dem Leerlauf bis zu 650 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung.

Damit beschleunigt der Zweisitzer laut Ruf in weniger als sieben Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h). Das Höchsttempo liege derzeit bei 225 km/h, solle aber im Laufe der Entwicklung weiter angehoben werden. Seine Energie zapft der Elektromotor aus insgesamt 96 Lithium-Ionen-Akkus von der Größe einer konventionellen Autobatterie, die das vordere Gepäckfach und den Motorraum des dezent modifizierten Porsche komplett ausfüllen und insgesamt 550 Kilogramm wiegen. Ihre Kapazität reicht nach Ruf-Angaben derzeit je nach Fahrweise für 250 bis 320 Kilometer. Doch experimentiere das Unternehmen bereits mit einer neuen Batteriegeneration, die bei 15 Prozent weniger Gewicht 30 Prozent mehr Leistung speichern soll.

Noch ist der erste Elektrosportler aus Deutschland nur ein Prototyp. "Doch der E-Ruf wird weiter entwickelt", sagte ein Unternehmenssprecher. Wann die Entwicklung abgeschlossen ist und wie viel der Wagen dann einmal kosten soll, ließ er aber offen.

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