Einbrechende Absatzzahlen
Frankreich bereitet Hilfen für Autobranche vor

In ganz Europa befinden sich die Auto-Verkaufszahlen aufgrund der Schuldenkrise im Sinkflug. Nach einem dramatischen Appell der Branche will Frankreich nun aktiv werden - unter anderem zugunsten von PSA Peugeot.
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ParisFrankreich will im August Hilfen für die strauchelnde Autobranche präsentieren. „Es wird einen Plan für die Autoindustrie geben“, sagte Finanzminister Pierre Moscovici am Sonntag dem Fernsehsender BFM. Die Maßnahmen würden im kommenden Monat vorgestellt. Darunter wären auch Schritte, um die Arbeitsplätze in einer Peugeot PSA -Fabrik in der Nähe von Paris zu sichern. „Wir vertrauen PSA und wir werden Lösungen finden, die gleichzeitig ausgewogen und respektvoll den Jobs gegenüber sind“, sagte Moscovici, der zugleich strukturelle Reformen im Autosektor als notwendig bezeichnete. Es wird erwartet, dass PSA noch in diesem Monat die Schließung des Werks mit 3500 Mitarbeitern bekannt gibt.

Mitte Juni hatten französische Industriezentren die neue Regierung von Präsident Francois Hollande in einem dramatischen Appell zur Rettung der strauchelnden Autobranche aufgerufen. 60 Kommunen mit Standorten der Automobil-Industrie forderten die Unterstützung des Staates bei einem grundlegenden Kurswechsel ihrer Branche, der sie im europäischen Wettbewerb wieder auf die Überholspur bringen soll. Die Regierung müsse den Verkauf von sparsamen Fahrzeugen energisch fördern und umweltschädliche Modelle deutlich höher besteuern, schrieben die Kommunalpolitiker in einem 67-seitigen Bericht. Ansonsten drohe der Industrie mit rund 600.000 Beschäftigten ein fataler Niedergang.

In ganz Europa befinden sich die Verkaufszahlen wegen der Schuldenkrise im Sinkflug. Darunter leiden vor allem Hersteller, die auf hohe Stückzahlen zu günstigen Preisen setzen - wie Renault und Peugeot. Diese stecken auch auf ihrem Heimatmarkt in der Zange - die deutschen Hersteller haben den Luxusmarkt fest im Griff, während osteuropäische und asiatische Hersteller zunehmend das Billigsegment besetzen. Somit sind Renault und Peugeot gezwungen, ihre Kosten zu senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die einen haben Rohstoffe (gefunden) die anderen müssen stets neue Produkte erfinden. Das ist der Unterschied. Zeit für ein kleines Büchlein: "Vom Glück, ein Norweger zu sein".

  • Norwegen hat Rohstoffe und ist ein bevölkerungsarmes Land. Deutschland hat keine Rohstoffe (zu wenig) und ist ein bevölkerungsreiches (etwas überaltetes) Land.
    Wer aber momentan geschlachtet wird, sind die vielen treudoofen Sparkassensparer ... Geldentwertung heißt hier, Sparkassenschachtung ... ohne dass es der Bürger so schnell mitbekommt. Die Politik spricht diese Gefahr nur indirekt an, indem der Bundespräsident zu mehr verbaler Klarheit auffordert. Die Deutschen sind aber mehr Fußball- als politikinteressiert. Dieses problem kann auch ein Bundespräsident nicht lösen.

  • Huch, das wird doch wohl nicht heißen, dass Frankreich als nächstes unter den Rettungsschirm muss? Aber keine Sorge...da Spanien es ja schon geschafft hat, kriegt auch zukünftig jeder Geld ohne Auflagen. Deutschland muss dann eben eine Agenda 2020 einführen, die Renten und Hartz IV nochmal halbieren. Denn wir haben ja verstanden: Scheitert der Euro, scheitert Europa. Allerdings fragen wir uns schon, was denn so schlimm daran wäre, wenn Deutschland nicht mehr EU-Mitglied, sondern Mitglied des EWR wäre - Norwegen fährt da ganz gut mit.

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