Einstiegsmodell Ferraris Dino kommt zurück

Der italienische Sportwagen-Hersteller Ferrari will die Marke „Dino“ wiederbeleben. Ein Billig-Ferrari soll es aber laut Sergio Marchionne nicht sein: Der neue Dino könnte 500 PS und einen V6-Motor haben.
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Sergio Marchionne will früher oder später den legendären Dino wieder beleben.
Ferrari Dino 246 GTS Targa, Baujahr1972

Sergio Marchionne will früher oder später den legendären Dino wieder beleben.

MailandDie Gerüchte haben sich bestätigt. Sergio Marchionne will früher oder später den legendären Dino wieder beleben. Das Original – nach dem Sohn von Firmengründer Enzo Ferrari benannt –  wurde zwischen 1968 und 1974 gebaut und galt als günstigeres Einstiegsmodell.

Doch von einem Einstiegsmodell will der Fiat-Chrysler-Chef diesmal nichts wissen. Am Rande einer Testfahrt mit Journalisten vom Daily Telegraph und von Autocar sagte Marchionne auf die Frage, ob eine Wiederbelebung des Dino eine Frage des Ob oder des Wann sei: „Es ist ein Wann, nicht ein Ob. Wir wissen, dass es eine Ressource ist, die derzeit nicht ausgeschöpft wird. Aber deshalb müssen wir es richtig machen“. Er machte aber klar, dass es sich diesmal nicht um einen billigen kleinen Einstiegs-Ferrari handeln wird.

„Es interessiert mich nicht, 500 Autos mehr zu verkaufen, wenn ich damit den Namen von Ferrari kaputt mache“ sagte Marchionne.

Diese Modelle werden 2015 Oldtimer
Kultsportler, Cabriolets und Katalysatoren - Die H-Kennzeichen-Klassiker des Jahres 2015
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Das magische „H“ wollen auch 2015 alle frisch gebackenen 30-jährigen Jubilare auf dem Kennzeichen tragen – egal ob knatternder Trabant, chromglänzende W126er S-Klasse oder Testosteron-Beschleuniger wie der damals noch neue Testarossa von Ferrari. Erst ein „H“ wie historisch zeichnet alte Autos offiziell als erhaltenswertes kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut aus.

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Schlagzeilen machten im IAA-Jahr 1985 weniger die vernunftbetonten Autos, sondern vielmehr die vielen V-Max-Racer einer völlig neuen Vierventil-Fraktion mit Leistungskurven, die scheinbar Luzifers Lockruf folgten ...

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Allen voran der dieserart aufgerüstete Altstar Lamborghini Countach S Quattrovalvole, der mit 455 PS exakt fünf PS mehr aufbot als der Vierventiler im neu vorgestellten Porsche 959.

...der Vierventiler im neu vorgestellten Porsche 959
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Der neu vorgestellte Porsche 959 war ein wahrer Über-Porsche, und erstmals war zudem ein Zuffenhausener schnellster im Lande, dem nicht mal ein frischer Zwölfender von Ferrari (412 von 1985 und Testarossa aus dem Spätjahr 1984) etwas entgegensetzen konnten.

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Auch sonst war Maranello nicht mehr das Maß der Dinge, wenn es  um Tempo ging. Katapultierte der neue Vierventil-Sechszylinder im BMW M5 den Viertürer doch in der neuen Supersportwagenzeit von 6,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

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Kaum langsamer war das 16-V-Kraftwerk in der IAA-Weltpremiere BMW M3.

Ziviler und deutlich erschwinglicher: Golf GTI 16V
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Ziviler und deutlich erschwinglicher dagegen die neuen Wolfsburger Opel-Manta-Jäger (den Capri gab es ab sofort nur noch für England) Golf GTI 16V und Scirocco GTI 16V.

Noch preiswerter waren nur die Aufkleber mit 16-V-Logo, die es damals an jeder Tankstellen für kleines Geld gab und mit denen sich sogar rostige Käfer aufrüsten ließen.

Der neue Dino könnte 500 PS und einen V6-Motor haben, gab Marchionne zu verstehen. Damit könnte der Dino theoretisch auch den neuen V6-Motor, den Ferrari für Alfa Romeo und Maserati mit entwickelt hat. Der Motor wäre also kleiner als der V8-Motor, der im neuen 488 GTB steckt. Der Preis wird auf 200.000 Euro geschätzt und läge damit immer noch deutlich über dem, was etwa Mercedes, Audi oder oder BMW für ihre Sportwagen verlangen.

Ferrari ist die Vorzeige-Tochter in Italien von Fiat-Chrysler Automobiles. Die Kultmarke soll noch in diesem Jahr getrennt an die Börse kommen, um den vollen Wert der Marke auszuschöpfen.

Seit Marchionne den langjährigen Ferrari-Präsidenten Luca Cordero di Montezemolo im letzten Jahr gehen ließ, hat er selbst den Hut auf in Maranello. Beobachter rechnen damit, dass er vor allem die Stückzahlen deutlich erhöhen will. Ein neuer Dino würde dem helfen.

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  • Bitte! WIE konnte denn Ferrari mit dem Dino im Jahr 1968 auf einen Porsche Boxster antworten, der erst 1996 auf den Markt kam?

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