Elektroauto-Projekt in Essen
Stromer-Test für jedermann

Wer selber schon mal Elektroauto fuhr, möchte es immer wieder tun. Doch die Kauf-Hemmschwellen für Privatleute sind hoch. Heranführen an die Thematik will ein neues Projekt in Essen. Ab 4,90 Euro die Stunde.
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Essen/DüsseldorfNoch sind nur wenige Elektroautos in Deutschland zugelassen. Gerade einmal 2.000 wurden seit Jahresanfang verkauft, im Vergleich zu 2,36 Millionen Benzinern und Diesel. Die deutschen Hersteller sind skeptisch, ob sich damit Geld verdienen lässt und setzen eher auf eine "Beimischung" von Stromern in ihren Flotten, um angedrohten EU-Sanktionen zu entgehen.

Und da die im Vergleich zu Benzinern meist deutlich teureren Fahrzeuge lediglich Steuervergünstigungen und keine besonderen Rabatte bekommen, zudem das Ladestationen-Netz dünn und die Reichweite kurz ist, machen auch die privaten Autokäufer einen weiten Bogen und die Stromer. Wer aber zumindest mit dem Gedanken spielt, irgendwann einmal auf ein Elektroauto umzusteigen, kann ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel ab sofort persönlich in Essen testen.

Dort stehen in den kommenden 18 Monaten an 11 Essener Stationen für alle Interessierten 30 serienmäßige Elektroautos fahrbereit zur Verfügung. Kostenlos ist das ganze nicht, aber mit beispielsweise 32,75 Euro für eine Mietdauer von drei Stunden und 50 im Ampera zurückgelegte Kilometer auch nicht wirklich teuer. Nach einer einmaligen Registrierung beträgt die Stundenmiete für den Opel inklusive 30 Freikilometern 9,25 Euro.

Dahinter steckt „RuhrAuto e“, ein gemeinsames Projekt der Universität Duisburg-Essen (UDE), des Verkehrsverbunds RheinRuhr (VRR), der Vivawest Wohnen GmbH und der Drive-CarSharing GmbH. Der offizielle Startschuss fällt am Samstag, 3. November, mit einer großen Veranstaltung auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen, wenn u.a. 20 Opel Ampera für Probefahrten bereit stehen. Autowirtschaftsexperte Ferdinand Dudenhöffer möchte, dass „möglichst viele Autofahrer in den kommenden Monaten die Vorteile von Elektroautos unverbindlich persönlich testen können“.

Sein wissenschaftlicher Hintergrund: Das Nutzungsverhalten soll genau aufgezeichnet und ausgewertet werden, um die ökologische Technologie zukünftig vielleicht erfolgreicher vermarkten zu können. Daher sind alle Teilnehmer am Projekt auch gleichsam Datenlieferanten, denn alle Projektfahrzeuge sind mit Daten-loggern ausgestattet, so dass die UDE-Ingenieure Fahrprofile exakt erfassen können.

Um beispielsweise den optimalen Batterieeinsatz und die Fahrdynamik der E-Autos berechnen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie lang die im Schnitt gefahrene Strecke ist. Werde die Batteriekapazität zum Beispiel um ein Viertel reduziert, so rechnet Dudenhöffer vor, könne der Preis für ein Elektroauto schon um rund 2.500 Euro reduziert werden. „Wenn unsere Projektfahrzeuge also vor allem für kürzere Strecken genutzt werden und öfter an der Ladesäule stehen, könnte das E-Auto deutlich günstiger angeboten werden. Auf dem umkämpften Automarkt ist dies nicht unerheblich“, so der Experte.

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Mit dem ÖPNV zur Autostation

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  • Ich wäre ja auch froh, wenn es gehen würde, aber liebe Experten und Firmen: E-Autos werden NIEMALS sich gegenüber dem Benziner durchsetzen können. Es wird keine Akkus geben, die das leisten. Und die Menschen werden keine Abstriche machen, wenn der Preis auch noch höher ist. Da können die das tausendmal ausprobieren - was gibt mir es persönlich ob ich in eine E-auto fahre oder herkömmlich ?
    Nichts. Ja nicht mal damit prollen kann ich, denn es merkt ja kaum einer. Da muß dann ganz groß draufstehen - ich bin ein Stromer. Das wäre aber ein teures Prollen, das können sich die Menschen einfach nicht leisten !
    Deswegen: E-Autos werden bald wieder in der Nische verschwunden sein

  • Gute Aktion +1, hätte ich auch gerne bei mir in der Nähe (Karlsruhe)
    Dabei kommt mehr herum als mit jeder Werbeaktion in Printmedien oder Fernsehen.

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