Emission fünf Mal geringer als der aktuelle Euro-4-Grenzwert
Schweizer Forscher entwickeln Kat für Erdgasautos

dpa/tmn DÜBENDORF. Erdgasfahrzeuge könnten künftig noch viel umweltfreundlicher werden. Forscher des Schweizer Material- und Technologieforschungsinstituts Empa in Dübendorf entwickeln mit der Autoindustrie einen speziellen Katalysator für Autos mit Erdgasantrieb.

Erste Langzeittests der Abgasreinigungssysteme fielen laut Empa jetzt vielversprechend aus: So seien auch nach 45 000 Kilometern die Stickoxidkonzentrationen im Abgas der drei umgerüsteten Erdgasfahrzeuge fünf Mal geringer als der aktuelle Euro-4-Grenzwert. Zudem blieb die Leistung der Katalysatoren während der gesamten Versuchsphase unverändert hoch.

Zwar sind Erdgasfahrzeuge gegenüber herkömmlichen Benzinern beim CO2-Ausstoß im Vorteil, da sie mit der heutigen Technologie rund 22 Prozent weniger schädliches Klimagas in die Luft pusten. Motorenexperten halten sogar bis zu 30 Prozent CO2-Einsparungen für möglich. Allerdings stoßen auch Erdgasfahrzeuge umweltschädliche Stickoxide (NOx) aus, die wiederum zur Ozonbildung beitragen. Laut Empa können effizientere Katalysatoren Abhilfe schaffen. Allerdings könnten sie nicht eins zu eins von Benzinern übernommen werden, da sich das Abgasprofil von Erdgasfahrzeugen anders zusammensetzt. Außerdem müsse der Sauerstoffgehalt im Abgas anders geregelt werden.

Der entwickelte Katalysator bewirkt den Forschern zufolge, dass die Emissionen bereits wenige Sekunden nach einem Kaltstart „sehr niedrig“ sind. Außerdem sei das Emissionsverhalten über den gesamten Betriebsbereich - also von Teillast bis Vollast, während schneller Lastwechsel und bei hoher Drehzahl - sehr gut. Darüber hinaus verringere es den Ausstoß weiterer Schadstoffe sowie Benzol, Ammoniak und Feinpartikel. Benzin- und Dieselfahrzeuge wiesen zum Teil erheblich mehr beziehungsweise schädlichere Emissionen auf.

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