Energiespartechnologien: Pkw-Technik hilft Nutzfahrzeugen beim Spritsparen

Energiespartechnologien
Pkw-Technik hilft Nutzfahrzeugen beim Spritsparen

Nutzfahrzeug-Hersteller investieren zunehmend in die Effizienz ihrer Modelle. VW und Mercedes etwa verbessern die Verbrauchswerte ihrer Transporter mit bewährten Verfahren aus der Pkw-Sparte.
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BERLIN. Mit nur einer Tankfüllung kommt der neue VW Caddy gut 1 000 Kilometer weit. Gerade einmal 4,9 Liter Diesel verbraucht der Stadtlieferwagen auf 100 Kilometern – das macht ihn für Handwerker und Zusteller attraktiv. Dass ein 102 PS starker Motor bei einem Nutzfahrzeug so wenig Kraftstoff benötigt, war vor wenigen Jahren noch undenkbar. Doch bei VW profitieren die Transporter vom technischen Fortschritt im Gesamtkonzern: „Die bei Pkws bewährten Energiespartechnologien übertragen wir nun auf Nutzfahrzeuge“, sagt Volker Seitz, Sprecher von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Im Caddy, den VW auf der IAA Nutzfahrzeuge in überarbeiteter Version zeigt, findet sich unter dem Energiesparlabel „Blue-Motion“ alles, was derzeit Stand der Technik ist: ein Start-Stopp-System, Rückgewinnung der Bremsenergie, aerodynamische Radlaufspoiler sowie Reifen mit geringem Rollwiderstand. Auf Wunsch gibt es zudem ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und eine Schaltautomatik, die den Verbrauch reduziert.

Betriebskosten sinken stark

Die Zeiten technisch dürftig ausgestatteter Transporter sind vorbei. Aus gutem Grund investieren die Hersteller in die Effizienz: „Nur zehn Prozent der Gesamtkosten eines Nutzfahrzeugs entfallen auf die Anschaffung“, sagt Michael Ruf, Leiter kommerzielle Fahrzeuge beim Zulieferer Continental. Der weitaus größere Teil gehe auf das Konto der Betriebskosten: allem voran Ausgaben für Kraftstoff, Steuern und Versicherung. „Wer die Effizienz eines Nutzfahrzeugs steigern will, muss vor allem die Betriebskosten senken“, sagt Ruf.

Genau darauf zielt die zweite Premiere von Volkswagen auf der IAA ab: der Transporter T5 mit Blue-Motion-Technik. Verglichen mit einem identisch ausgestatteten Serienmodell benötigt er mit 6,8 Litern auf 100 Kilometern einen halben Liter weniger Diesel. Entsprechend sinkt der CO2-Ausstoß von 193 auf 179 Gramm pro Kilometer. Die Neuerungen sind im Wesentlichen die gleichen wie beim Caddy.

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