Ergebnisziel für Europageschäft bekräftigt
Ford sieht kein Lebenszeichen auf deutschem Markt

Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford hat für das Europageschäft seine Ergebniserwartung in diesem Jahr bekräftigt. Auf dem deutschen Markt sieht Europa-Chef Lewis Booth allerdings noch kein Zeichen für eine Trendwende. Um das zu ändern wird nun auch ein sportlicheres Image mit neuem Design angestrebt.

HB FRANKFURT. Ford rechnet für 2005 weiterhin mit einem Vorsteuergewinn von 100 bis 200 Mill. Dollar, sagte Europa-Chef Lewis Booth am Dienstag vor Journalisten auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA). "Wir streben weiter diese Zielmarke an", sagte er.

Auf deutschem Markt sieht trotz anziehender Absatzzahlen es jedoch schlechter aus. "Ich sehe keine Lebenszeichen auf dem deutschen Markt", sagte Booth. Ohne eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland bleibe das Geschäft auf dem europäischen Markt insgesamt herausfordernd. In den ersten sieben Monaten hatten die Pkw-Neuzulassungen hier zu Lande um 2,3 % auf fast zwei Mill. Fahrzeuge zugelegt.

Ford strebt sportlicheres Image mit neuem Design an

Ford will mit einem neuen Design ein dynamischeres Image gewinnen. Das Aussehen sei meist der Schlüsselfaktor bei der Kaufentscheidung und Ford wolle sich da stärker hervorheben, betonte Europa-Chef Lewis Booth am Dienstag. Ford stellte auf der IAA die nächste Generation des Vans Galaxy vor sowie die sportliche Viertürer-Studie Iosis, deren Elemente in neue Modelle einfließen solle. Die Kooperation mit Fiat werde sich auf die Entwicklung von Kleinwagen beschränken, betonte Booth. Eine weitergehende Zusammenarbeit oder eine finanzielle Unterstützung des mit Problemen kämpfenden italienischen Konzerns sei nicht geplant.

Der neue Galaxy sei komplett im eigenen Haus entwickelt worden, betonte Ford. Bei dem Vorgänger war Ford eine Kooperation mit Volkswagen eingegangen, das Ergebnis war das Schwestermodell VW Sharan. Der neue Galaxy, der an das Design des Vorgängers anlehnt, soll Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommen.

Weitere Neuheiten stellten Ford-Tochtermarken vor. Der britische Sportwagenhersteller Jaguar legte die Messlatte für das neue XK-Coupé gleich hoch an, als Chefdesigner Ian Callum das Auto mit legendären Vorgängern wie XK 120 oder E-Type verglich. Der neue XK, der in einigen Elementen an Modelle der Schwestermarke Aston Martin erinnert, soll an die alten Erfolge anknüpfen. Die Motorstärke von 300 PS bei einem Gewicht unter 1,6 Tonnen dank einer Aluminium- Karosserie soll ein dynamisches Fahrverhalten sichern.

Volvo setzt traditionell auf Sicherheit. Bei dem neuen Cabrio C70 mit einem dreiteiligen Stahldach sei die Festigkeit der Karosserie doppelt so hoch wie beim Vorgängermodell, hieß es bei der Vorstellung. Außerdem hat das Auto Kopf-Schultern-Airbags. Die japanische Marke Mazda zeigte die Kleinwagenstudie Sassou sowie die neue Generation des Cabrios MX-5.

Fiat und Ford hatten vergangene Woche eine Absichtserklärung unterzeichnet. Aus der Zusammenarbeit sollen in zwei-drei Jahren für Ford der Nachfolger des Ka und für den italienischen Konzern der neue Fiat 500 hervorgehen. Die Kooperation hatte Spekulationen über einen möglichen Retter für Fiat genährt.

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