Erster Fahrtest im Mini Roadster: Rasantes Biwak mit Nickligkeiten

Erster Fahrtest im Mini Roadster
Rasantes Biwak mit Nickligkeiten

Mit dem Roadster bringt Mini in drei Wochen seine sechste Modellvariante auf den Markt. Der offene Zweisitzer ist etwas günstiger als das Cabrio. Und darüber hinaus eigentlich unvergleichbar. Eine Testfahrt.
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Lissabon/PortugalKleine Unterschiede, große Wirkung. Gerade 20 Millimeter kauert Minis neuer Roadster gegenüber dem Cabrio tiefer auf der Straße und die Frontscheibe neigt sich um 13 Grad stärker den Insassen entgegen. Doch schon auf den ersten Blick unterscheiden sich der neue offene Zweisitzer, und der seit 2004 bekannte offene Mini-Viersitzer wie 100-Meter-Sprinter und Spaziergänger.

Dabei stimmen, abgesehen von den 1,39 Metern Höhe, die übrigen Maße des Roadsters mit 3,73 Meter Länge, 1,68 Meter Breite und 2,47 Meter Radstand mit denen des Cabrios weitgehend überein. Doch der erste offene Zweisitzer in der Geschichte der britisch-bayerischen Marke wirkt in seinem klar definiertem Drei-Box-Design mit abgesetztem Kofferraum, den stark geneigten A-Säulen, der sanft ansteigenden Brüstungslinie sowie dem flach auslaufendem Heck gestreckter und eleganter. Erst recht, wenn sich das Textilverdeck wie ein Biwak über die Karosserie gespannt den puristischen Stil klassisch britischer Roadster zeichnet.

Die manuell zu öffnende Stoffmütze erweist sich jedoch bereits bei der ersten Ausfahrt als Nickligkeit. Per Kopfdruck löst sich das Verdeck vom Rahmen der Frontscheibe, das Zurücklappen oder Schließen jedoch gelingt nicht wirklich, wenn der Roadster-Pilot dabei im Wagen sitzen bleiben will. Um sich vor Risiken und Nebenwirkungen eines ausgekugelten Arms oder einer verdrehten Wirbelsäule zu schützen, muss der Fahrer wieder aussteigen, um den bündig schließenden Dachbürzel hinter den Sitzen zu arretieren.

Das gelingt beim Konkurrenten Mazda MX-5 deutlich besser. Doch Abhilfe ist in Sicht. Zum Händlerstart des Mini Roadsters am 25. Februar soll auch ein halbautomatisches Verdeck verfügbar sein, das wie beim Cabrio auf Knopfdruck die Kappe bis Tempo 30 lüpft.

Unter der Stoffkappe sitzen auch große Menschen recht kommod. Die Sitze sind passgenau und für jede Körpergröße einstellbar. Interieur und das Cockpit mit dem riesigem Zentraltacho sowie verspielten Formen und Rundungen sind aus den anderen Mini-Modellen bekannt.

Die fehlenden Rücksitze, die auch im Cabrio nicht wirklich als solche genutzt werden können, kompensiert der Roadster mit einem 240 Liter großen Kofferraum, gut doppelt so groß wie beim Cabrio (125 Liter).; und durch die weit aufschwingende Heckklappe noch dazu einfacher zu beladen.

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Rasantes Biwak mit Nickligkeiten

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Unterschiede praktisch erfahrbar

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