Essen Motor Show
Der Trend geht zum Kraftzwerg

Hochgezüchtete Sportwagen mit aberwitzigen PS-Zahlen sorgen bei vielen Autofans automatisch für Herzklopfen - trotz der Diskussion um den Klimaschutz und trotz der astronomischen Verkaufspreise. Das ist auf der Essen Motor Show (1. bis 9. Dezember) nicht anders.

dpa/tmn ESSEN. Aufgemotzte Modelle von Porsche, Audi und Co. sind stets umlagert. Doch die Tuningmesse hat auch einiges für kleinere Geldbeutel zu bieten: In diesem Jahr zeigen viele Anbieter, was sich aus Kleinwagen à la Fiat 500, Smart und Renault Twingo machen lässt.

Vor allem der neue Fiat 500, erst vor kurzem zum Auto des Jahres gewählt, hat es den Auto-Veredlern angetan. Während Fiat selbst erst im Jahr 2008 eine leistungsgesteigerte Variante über den konzerneigenen Tuning-Ableger Abarth auf den Markt bringen will, zeigen die Tuner bereits in Essen ihr Umrüstprogramm.

Das Unternehmen MS Design aus Roppen in der Schweiz zum Beispiel hat für den Nachfolger der „Knutschkugel“ einen Karosseriebausatz entwickelt, der den 500er zwar sportlicher wirken lassen, seinen freundlichen Charakter aber erhalten soll. Der Bausatz besteht aus Spoiler, Seitenleisten, Kotflügel-Verbreiterungen und Dachflügel. Dazu gibt es 17-Zoll-Felgen und Rallye-Streifen. Ein komplett umgerüstetes Fahrzeug kostet einem Firmensprecher zufolge ab 21 000 Euro. Insgesamt 750 Exemplare will MS Design ausliefern.

Der italienische Tuner TRC geht noch einen Schritt weiter und zeigt keine Hemmungen, die Frontpartie des 500ers mit einem mächtigen Kühlermaul zu verfremden. Dazu gibt es auch hier breitere Kotflügel, Seitenschweller, eine Tieferlegung und 17-Zoll-Felgen. Dem 1,4-Liter- Benziner spendiert das Unternehmen zudem einen Kompressor.

Die Firma Cartech-Knowledge aus München ist zwar in Essen nicht mit einem Stand vertreten, hat aber zeitgleich zur Messe ebenfalls Zubehör für den Fiat 500 ins Programm genommen. Neben Anbauteilen gehören ein Gewindefahrwerk, verschiedene Auspuffanlagen, eine Spurverbreiterung, bis zu 19 Zoll große Felgen sowie eine Leistungssteigerung für den 1,3-Liter-Diesel (ab 750 Euro) zum Programm. Damit kommt der Vierzylinder laut Geschäftsführer David Prusa auf 70 kW/95 PS - rund 15 kW/20 PS mehr als in der Auslegung ab Werk. Ein Motor-Tuning für die Benzinmotoren ist in Vorbereitung.

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