Expansion macht Qualitätsanpassungen erforderlich
Toyota & Co. kämpfen mit der Qualität

Selbst die strahlendsten Sterne am Autohimmel der Qualität müssen ab und zu nachpoliert werden. Im vergangenen Jahr hat der japanische Autohersteller Toyota in neun Rückrufen knapp 1,9 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordert – fast doppelt so viele Autos wie im Jahr zuvor.

bas TOKIO. Die Zunahme liegt Analysten zufolge zum großen Teil daran, dass die Bereitschaft der japanischen Autobauer zu Rückrufen gestiegen ist. Nach dem Skandal um vertuschte Qualitätsmängel bei Mitsubishi Motors will kein japanischer Hersteller den Anschein erwecken, etwas unter den Teppich kehren zu wollen.

Die weltweite Expansion stellt die Qualitätsstars Toyota und Honda vor neue Herausforderungen. Die Fehlerstatistik für Toyotas US-Jugendmarke Scion etwa ist bei weitem nicht so berauschend wie für die Hauptmarke und die Marke Lexus. Mit zunehmender Produktion im Ausland fällt die Kontrolle schwerer, dass überall die gleichen Qualitäts- und Produktionsstandards eingehalten werden. Das wissen die Firmen und steuern gegen.

Japans Branchenführer Toyota, der schon bald auch der weltgrößte Hersteller werden könnte, hat etwa ein „globales Produktionszentrum“ an seinem Firmensitz gebaut, das vorgeben soll, wie in der weiten Toyota-Welt Schrauben gedreht und Nähte geschweißt werden. Zudem werden Produktionsprozesse vereinfacht, um die Fehleranfälligkeit in ausländischen Werken zu minimieren.

Noch immer liegen Honda und Toyota bei vielen Studien zu Qualität und Kundenzufriedenheit an der Spitze. Prinzip ist es, Fehler erst gar nicht entstehen zu lassen. Beschäftigte werden dazu angehalten, das Fertigungsband zu stoppen, wenn sie Fehler vermuten. Hinzu kommt die unablässige Suche nach Verbesserungen (Kaizen) und die Überprüfung der Effizienz der Abläufe.

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