Fahrbahnbegrenzung muss nicht vom Autositz aus sichtbar sein
Felsbrock auf dem Parkplatz ist Sache des Fahrers

Fahrbahnbegrenzungen müssen nicht vom Sitz eines Autos direkt daneben sichtbar sein. Es sei völlig ausreichend, wenn sie der Fahrer beim Herannahen sehen könne, entschied das Landgericht München in einem am Montag veröffentlichten Urteil.

ap MÜNCHEN. Vergesse er das Hindernis, weil es vom eigenen Auto verdeckt werde und fahre dagegen, so sei er selbst schuld und könne keinen Schadensersatz erwarten, erklärte das Gericht.

Im konkreten Fall war eine Frau auf dem Kundenparkplatz einer Metzgerei gegen einen Felsbrocken gefahren, der rund einen halben Meter neben der Ausfahrt im Grünstreifen lag. Am Auto entstand ein Schaden von 3 300 Euro. Ihr Mann klagte daraufhin auf Schadenersatz. Er war der Meinung, dass die Metzgerei ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt habe, da der Felsen vom Sitz eines Autos direkt daneben nicht sichtbar sei.

Die Richter sahen das anders: Die Frau habe den Stein beim Heranfahren sehen können und deswegen wissen müssen, dass sie mit ihnen kollidiere, wenn sie die Fahrbahn verlasse. Das reiche aus. Eine Verkehrssicherung, die jeden Unfall ausschließe, sei nicht machbar.

(Aktenzeichen: Amtsgericht München 232 C 37976/05)

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