Fahrbericht Mini D Countryman All4
Der Maxi-Mini ist eine Sünde wert

Der Mini D Countryman mit Allradantrieb ist der erste Mini mit vier Türen. Ist der höher gelegte Wagen noch ein echter Mini? Wirtschaftswoche-Redakteur Jürgen Rees begibt sich auf die Suche nach der Freude am Fahren.
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Manchmal entpuppen sich Vorlieben als schwierige Beziehungen: Die prinzipielle Liebe des Autors zur Form und zum Fahrverhalten des Mini stellten viele Mängel auf eine harte Probe: vom defekten ESP-Sensor über kaputte Wasserpumpe bis hin zu einem früh öl leckenden Motor.

Und weil Mini statt der sonst üblichen wenigstens zweijährigen Garantie immer noch lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung bietet, war auch der Besuch in der Werkstatt selten eine Freude und immer kostspielig. Trotzdem war der Verkauf des roten Flitzers traurig - Auslöser war kein neuerlicher Defekt, sondern das mangelnde Platzangebot. Kleinkind, Kinderwagen und Schnuller überforderten das Raumangebot des Kleinen.

Umso interessierter sah ich dem ersten viertürigen Mini entgegen, der zudem auch noch Kofferraum, ja richtig gelesen Kofferaum versprach, sowie eine erhöhte Sitzposition und trotzdem die bekannt knackigen Fahreigenschaften. Verknüpft mit stillen Hoffnung, der neue, der in in Graz bei Magna Steyr produziert wird, möge die in vielen Dauertesten und TÜV-Reports bemängelte Qualität deutlich verbessern.

Auftritt: Sehr auffällig. Noch ist der Countryman im Straßenbild so selten, dass er Blicke magisch auf sich zieht. Manchmal sind sie auch zweifelnd: Ist das noch ein richtiger Mini? Für mich ist das keine Frage. Er ist es. Die Vergrößerung ist gelungen.

Freude am Fahren: Der neue Diesel mit 112 PS ist die dritte Diesel-Motorisierung des neuen Mini. Nach den Selbstzündern von Toyota und dem französischen PSA-Konzern erhält Mini einen eigenen drehfreudigeren aus dem BMW-Konzern-Regal. Der 1,6 Liter-Antrieb ist trotz eines milden Turbolochs unter 1500 Umdrehungen eine gute Wahl. Er wird mit immerhin knapp 1 400 Kilogramm Gewicht gut fertig, könnte aber bei Geschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde besser lärmgedämmt sein. Der Allrad-Antrieb ist nicht wirklich notwendig.

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