Fahrrad-Trends auf der Eurobike
Mit Display und E-Antrieb

Der Elektroantrieb ist weiterhin Dauerbrenner der Fahrradbranche, und nach wie vor Wachstumstreiber. 2017 werden wohl 12 Prozent mehr E-Bikes verkauft als 2016. Und was in ist, zeigt die Branche zurzeit auf der Eurobike.
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Friedrichshafen am BodenseeBislang werden Elektromotoren und Akkus meist in Stadt- und Trekkingrädern verbaut. Doch der Elektroantrieb hält verstärkt auch bei anderen Modellgruppen Einzug, etwa bei Mountainbikes und Rennrädern.

Die neuesten Modelle und aktuelle Fahrrad-Trends zeigt die Eurobike in Friedrichshafen am Bodensee (Publikumstag am 2. September). Zu sehen sind vor allem technische Neuerungen. So verbaut etwa die Firma Cycle Union bei seiner Marke E-Bike Manufaktur die neueste Antriebsgeneration von Continental. Zudem wird die stufenlose, automatische Schaltung direkt in den Elektromotor integriert, statt das Getriebe hinten am Rad zu verorten.

Die Schweizer Firma Scott setzt dagegen auf ein Rad, das speziell an weibliche Fahrer angepasst werden kann. Frauen seien oft schmaler und hätten kleinere Hände als Männer, erklärt eine Sprecherin. So könne man zum Beispiel den Lenker oder die Griffe des Modells Contessa Genius entsprechend wählen. Eine weichere Dämpfung gerade für leichtere Fahrerinnen ist ebenfalls möglich.

Aus ergonomischer Sicht seien solche speziellen Räder durchaus sinnvoll, sagt Branchenexperte Gunnar Fehlau. „Und zwar egal, ob sie dann nur von Frauen oder auch von kleineren Männern genutzt werden.” Skeptisch werde er aber immer, wenn es eine rein stilistische Sache sei - etwa bei Blümchen am Rahmen oder einem Rad in Pink.

E-Mountainbikes für Kinder produzieren Marken wie Haibike mit dem Modell Sduro oder KTM mit dem Macina Mini Me 24. Das letztere fährt etwa mit einem Bosch Active Line-Antrieb mit 250 Watt Leistung und 400-Wh-Akku. Die Maximalgeschwindigkeit ist dabei auf 20 Stundenkilometer begrenzt.

Aber warum braucht es eigentlich Räder mit Elektroantrieb für die Kleinen? „Das ist einfach eine Spielart”, sagt Fehlau. „Wenn die Eltern so ein Ding haben und merken, wie es bei ihnen für Freude sorgt, denken sie sich: Das könnte meinem Kind auch Spaß machen.” Grundsätzlich brächte der E-Antrieb Menschen auf Räder, die sonst vielleicht nicht fahren würden. „Es nimmt der Leidenschaft Fahrradfahren das Leiden.”

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