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Fahrradfahrer mit Abstand überholen

Wer einen Radfahrer mit zu geringem Abstand überholt, haftet auch dann für einen Sturz, wenn es nicht zu einer Berührung des Fahrrads gekommen ist. Das geht aus einem in der Neuen Zeitschrift für Verkehrsrecht veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor.

dpa/lnw DüSSELDORF. Wer einen Radfahrer mit zu geringem Abstand überholt, haftet auch dann für einen Sturz, wenn es nicht zu einer Berührung des Fahrrads gekommen ist. Das geht aus einem in der Neuen Zeitschrift für Verkehrsrecht veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor.

Im vorliegenden Fall muss ein Radler 5 000 Euro Schmerzensgeld zahlen, weil er eine 64-Jährige so knapp überholt hatte, dass diese mit ihrem Fahrrad gestürzt war (Az.: sechs U 105/03). Die Rentnerin hatte einen Bruch des 12. Brustwirbels erlitten.

Auch ohne Kontakt der Räder habe der Überholende den Sturz durch die von ihm ausgelöste Schrecksituation zu verantworten, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Wer auf schmalen Radwegen unbedingt überholen wolle, müsse den Vorausfahrenden zumindest mit einem Klingelzeichen warnen.

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