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Falsche Angaben zur Laufleistung kosten den Versicherungsschutz

Falsche Angaben zur Laufleistung eines gestohlenen Fahrzeugs kosten grundsätzlich den Versicherungsschutz. Das berichtet die Zeitschrift „recht und schaden“ unter Berufung auf ein Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken.

dpa SAARBRüCKEN. Falsche Angaben zur Laufleistung eines gestohlenen Fahrzeugs kosten grundsätzlich den Versicherungsschutz. Das berichtet die Zeitschrift „recht und schaden“ unter Berufung auf ein Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken.

ach Auffassung der Richter ist die Laufleistung für den Wert des Fahrzeugs und damit für den Umfang der Leistungspflicht der Versicherung von maßgeblicher Bedeutung. Daher sei insoweit eine besondere Sorgfalt des Fahrzeughalters erforderlich. Bei falschen Angaben werde die Versicherung frei (Az.: fünf U 506/04-55).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Zahlungsklage eines Fahrzeughalters gegen seine Versicherung ab. Der Kläger hatte den Diebstahl seines Wagens gemeldet und dabei als Laufleistung „ca. 80 000 Kilometer“ angegeben. Auf dieser Basis errechnete ein Gutachter einen Restwert des Wagens von rund 16 000 Euro. Als die Versicherung später erfuhr, dass der Wagen tatsächlich rund 93 000 Kilometer Laufleistung aufzuweisen hatte, verweigerte sie die Zahlung. Der Kläger hielt dem entgegen, es handele sich um einen bedauerlichen Irrtum. Er habe nicht in betrügerischer Absicht gehandelt.

Das OLG ließ diese Entschuldigung nicht gelten. Der Kläger hätte sich schon die Mühe machen müssen, die wirkliche Laufleistung des Wagens zu ermitteln. Ungefähre Angaben genügten regelmäßig nicht.

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