Falsches Blinkzeichen gesetzt: Nicht blind auf Blinker vertrauen

Falsches Blinkzeichen gesetzt
Nicht blind auf Blinker vertrauen

Verkehrsteilnehmer dürfen sich nicht allein auf den gesetzten Blinker eines anderen Fahrzeuges verlassen. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Nürnberg hervor, berichtet die Zeitschrift „recht und schaden“.

HB NÜRNBERG. Wer nicht abwartet, bis das blinkende Fahrzeug tatsächlich in die vorgegebene Richtung abbiegt, handelt grob fahrlässig (Az.: drei U 2 818/04).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Fahrradfahrers gegen einen Autofahrer ab. Der Kläger war von einer Nebenstraße in einen Kreuzungsbereich eingefahren und dort mit dem PKW kollidiert. Er erlitt dabei schwere Verletzungen. Als Unfallursache gab der Kläger ein vermeintliches Fehlverhalten des Autofahrers an. Dieser habe ein falsches Blinkzeichen gesetzt.

Der Kläger aber habe darauf vertraut und sei daher in den Kreuzungsbereich eingefahren. Das OLG wertete diese Angaben als unerheblich: Der Kläger sei nicht vorfahrtsberechtigt gewesen und habe daher abwarten müssen, welche Richtung der Autofahrer tatsächlich einschlage.

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