Ferrari F12 Berlinetta
Hochleistungscoupé für Geschwindigkeitssüchtige

Der neue Zwölfzylinder-Ferrari hört auf den Namen "F12 Berlinetta" und avanciert mit 740 PS zum schnellsten Ferrari aller Zeiten. Doch auf gute Ausstattung wird in dem Nachfolger des 599 niemand verzichten müssen.
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Maranello / ItalienÜberraschung bei Ferrari: Schon vor dem Genfer Salon veröffentlichen die Italiener Bilder und Daten des neuen Zwölfzylinder-Ferrari. Der heißt nicht etwa "F620 GT" wie allgemeine Spekulationen im Vorfeld vermuteten, sondern "F12 Berlinetta".

Unter der langen Motorhaube des F12 arbeitet ein 6,3 Liter großer V-Zwölfzylinder mit der gewaltigen Leistung von 528 kW/740 PS. Damit ist sein Sportlerherz so kräftig, wie bei keinem Familienmitglied davor. Die maximale Leistung des Frontmittelmotor-Boliden liegt bei satten 8.700 Umdrehungen an und das maximale Drehmoment beläuft sich auf 690 Newtonmeter.

Bereits ab 2.500 Touren sollen 80 Prozent dieser Schubkraft abrufbar sein. Um den heckangetriebenen Berlinetta auf Touren zu bringen, steht dem Piloten das so genannte F1-Doppelkupplungsgetriebe mit verkürzter Übersetzung zur Verfügung, das über Wippen am Lenkrad geschaltet wird. Mit einem speziellen Startprogramm, der sogenannten Launchcontrol, soll der neue Ferrari nur 3,1 Sekunden bis 100 km/h benötigen. Für die 200 km/h-Marke gibt Ferrari 8,5 Sekunden an.

Damit katapultiert sich der italienische Sportwagen in Beschleunigungsregionen, die auch für Ferrari auf einem völlig neuen Niveau liegen. Diesen Wert unterbietet nur der Bugatti Veyron Supersport mit 883 kW/1 200 PS deutlich. Er jagt in 6,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 200.

Dank einer ausgefeilten Aerodynamik schafften es die Ferrari-Techniker nach eigenen Angaben, den Verbrauch des Supersportlers um 30 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell zu senken. Der CO2-Ausstoß liegt aber trotzdem noch immer bei 350 g/km. Dank umfangreicher Entwicklungsarbeit im Windkanal verfügt der F12berlinetta über einen Luftwiderstandsbeiwert von cW= 0,30.

Die speziell gestaltete Motorhaube des F12 erzeugt einen hohen Anpressdruck für die Fahrzeugfront, indem sie den Luftstrom vom oberen Teil des Fahrzeugs auf die Flanken leitet, wo er sich mit dem Sog aus den Radhäusern vereinigt. Spezielle Leitbleche zur Kühlung der Bremsen reduzieren gleichzeitig den Luftwiderstand.

Bei so viel Kraft und Power spielen natürlich auch die Sicherheit und das Fahrverhalten eine wichtige Rolle. Eine neue Generation von Keramik-Bremsscheiben sorgt dafür, dass der Italiener auch sicher verzögert. Ein weiterentwickeltes Fahrwerk mit magnetischem Dampfersteuerungssystem soll dafür sorgen, dass die Kraft auch bei zügiger Fahrt sicher, sportlich und trotzdem komfortabel auf die Straße gebracht wird.

Durch eine neue kompakte Konstruktion der Hinterachse und des Getriebegehäuses konnten die Ferrari-Designer das Heck des F12 sehr kurz halten. Gleichzeitig haben sie den Radstand im Vergleich zum Vorgänger verkürzt und Motor, Sitze und Armaturenbrett im Chassis niedriger gelegt. Dadurch liegt der Schwerpunkt tiefer und die bildschöne Karosserie von Pininfarina gibt in der Seitenansicht einen besonders kompakten Eindruck wieder.

Die Karosserie ist extrem verwindungssteif. Dank der zwölf verschiedenen Aluminium-Legierungen für Chassis und Aufbau wiegt der V12 lediglich 1 525 Kilogramm, rund 70 kg weniger als das Vorgängermodell. Zur Verbesserung der Fahrdynamik liegen 54 Prozent des Gewichts auf der angetriebenen Hinterachse.

Im Innenraum des Zweisitzers herrscht edelste Anmutung. Und wie man es von Fahrzeugen dieser Gattung mit zwölf Zylindern gewohnt ist, kommt auch der Komfort nicht zu kurz. Alle Bedieninstrumente sind logisch platziert und bequem erreich- und bedienbar. Hochwertiges Leder ist eine Selbstverständlichkeit.

Über die Preise wollten sich die Italiener noch nicht auslassen und auch nicht, ab wann die ersten Kunden einen der Boliden bekommen können. Erstmals in natura können die Ferrari-Enthusiasten den F12 Berlinetta auf dem Automobilsalon in Genf vom 8. bis zum 18. März bewundern.

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