Flugauto aus der Wedemark
Tüftler bastelt an fliegendem Auto

Spätestens im Verkehrsstau träumt jeder Autofahrer davon: Ein Auto, das abheben kann. Solche Flugautos werden seit Jahrzehnten entwickelt – Marktreife erreichen die wenigsten. Nun gibt es bei Hannover einen neuen Anlauf.
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HannoverDrei Räder, zwei Sitze, ein Propeller und dazu noch ein Gleitschirm - fertig ist das Flugauto aus der Wedemark. Was Autofahrer im Stau ins Schwärmen und Konstrukteure in aller Welt seit Jahrzehnten erst ins Tüfteln und dann oft auch in die Pleite bringt, versucht nun Michael Werner (49) in Niedersachsen zu verwirklichen. Der Konstrukteur, Testpilot und Geschäftsführer des 20-Mann-Betriebes Fresh Breeze im Gewerbegebiet von Bissendorf erprobt zur Zeit den Prototypen eines Flugautos. In der Luft war es bereits, mit einem rotem Kennzeichen für die Straßenerprobung ist es auch zu Lande unterwegs. „Damit kann ich morgens Brötchen holen“, sagt Werner.

Ein neuartiges Getriebe an der Hinterachse wird dann für den Fahrbetrieb auf der Straße umgeschaltet – in der Luft lenkt es die Kraft des Motors auf den Heckpropeller. Wenn alles gut geht, sollen schon im kommenden Jahr die ersten Vorserienmodelle mit Verkleidung gebaut werden. „Nächstes Jahr wollen wir ein verkleidetes Exemplar auf dem Sommerfest der niedersächsischen Landesregierung in Berlin ausstellen“, sagt Cathrine Kniep von der Luftfahrt-Förderinitiative Niedersachsen Aviation, die den Flitzer am Dienstag im Rahmen einer Veranstaltung in der Wedemark vorstellte.

Kniep bescheinigt dem Unternehmen einen „enormen innovativen Input“: „Die große Problematik bei dem Projekt bestand wohl vor allem in der Zulassung als Auto auf der Straße.“ Immerhin: Der TÜV gab sein Okay für die Straßenerprobung – auf der Autobahn ist der dreirädrige Flitzer nach Werners Angaben knapp 200 Stundenkilometer schnell. In der Luft ist er als Ultraleicht-Flugzeug zugelassen. Das Prinzip ist relativ einfach: Per Flugauto zum Startplatz fahren, Gleitschirm auslegen, den zusammenklappbaren Propeller montieren – und ab geht's.

Was zur Zeit noch unverkleidet ein wenig an einen Strandbuggy erinnert, hat bereits in Savannen- oder Wüstenländern Interesse hervorgerufen. Werner: „Deutschland ist für unseren Markt eigentlich weitgehend uninteressant – aber in Südafrika oder den Emiraten könnten wir locker 300 Exemplare verkaufen.“

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  • Hauptproblem ist der Mensch. Viele sind schon jetzt mit dem zweidimensionalen Verkehr überfordert. Wie sieht es dann erst im dreidimensionalen Bereich aus? Neben rechts und links gibt es dann auch noch Verkehr von oben und unten. Wie sieht es mit der Verkehrstauglichkeit vor allem sehr junger und sehr alter Verkehrsteilnehmer aus? Wenn 10% der Verkehrsteilnehmer Frankfurts "fliegen", wird es ziemlich dunkel am Himmel. Eine nette Idee, leider völlig unpraktikabel...

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