Ford 12M Hightech-Angriff auf den Käfer

Das automobile Maß aller Dinge Anfang der 60er Jahre war in Deutschland der VW Käfer. Die großen Wettbewerber wie Opel und Ford setzten modernes Design und technische Innovationen dagegen. Ford
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Vor 50 Jahren stellte Ford den 12 M "Taunus" vor. Die damals fortschrittliche Limousine der Mittelklasse war der erste Ford mit Allradantrieb und verfügte über einen besonders kompakten V4-Motor. Quelle: PR

Vor 50 Jahren stellte Ford den 12 M "Taunus" vor. Die damals fortschrittliche Limousine der Mittelklasse war der erste Ford mit Allradantrieb und verfügte über einen besonders kompakten V4-Motor.

(Foto: PR)

KölnDer Erfolg des Käfers war vor über fünf Jahrzehnten bis in die Vereinigten Staaten geschwappt. Das Auto aus Wolfsburg füllte in den USA eine Nische, der kein einheimischer Hersteller Beachtung schenkte. Als einziger Kleinwagen nahm der Volkswagen eine Monopolstellung ein. Somit begann die Entwicklung des 12M Ende der Fünfziger bei Ford in Detroit und nicht in Köln, wo alle Vorgänger des Taunus entstanden waren. Der für amerikanische Verhältnisse winzige Ford sollte den Namen "Cardinal" tragen und sich als direkter Konkurrent zum VW 1200 in Stellung bringen.

Nach dem Abschluss der Entwicklungsarbeiten und einer neuerlichen Analyse der Marktchancen und Produktionskosten fürchteten die Amerikaner, bei der Umsetzung des Projekts im wahrsten Sinn des Wortes einen "Cardinal"-Fehler zu begehen, und leiteten die Konstruktion deshalb gerne an die deutsche Tochter weiter. Die typischen amerikanischen Design-Merkmale mit recht viel Chromschmuck und den geschlitzten Rückleuchten störten die Kölner nicht. Im Gegenteil. Auch Konkurrent Opel hübschte seine Modelle mit einem Hauch des "American way of drive" auf.

Ford baute den 12M schnell zur Modellfamilie aus. Auf die zweitürige Limousine folgten Viertürer, Coupé und ein Kombi. Quelle: PR

Ford baute den 12M schnell zur Modellfamilie aus. Auf die zweitürige Limousine folgten Viertürer, Coupé und ein Kombi.

(Foto: PR)

Aus technischer Sicht bot der Ford 12M wirklich Neues. Die vorerst zweitürige, 4,25 Meter lange Limousine verfügte als erstes Modell von Ford überhaupt über einen Frontantrieb. Ohne Differential und Antriebwelle geriet die Hinterachse sehr leicht. Das erlaubte eine weiche Federung, die für ausgezeichneten Komfort sorgte. Dafür neigte sich der 12 M während Kurvenfahrten aber auch stark zur Seite.

Ungewöhnlich war auch der Motor. Ford hatte praktisch einen klassischen V8 halbiert. Der Vierzylinder für den 12 M erschien in zwei Leistungsstufen als 1,2-Liter-Motor mit 29 kW/40 PS und als 1,5-Liter-Triebwerk mit 27 kW/50 PS. Der besondere Charme der Konstruktion lag in der kurzen kompakten Bauweise, die auch Saab überzeugte.

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  • Der 12m hatte Frontantrieb, Allradunsinn war damals noch dem Militär vorbehalten.

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