Ford
Minimotor treibt Wachstum an

Opel-Mutter General Motors hat seinen Europa-Chef Nick Reilly wegen schlechter Zahlen in den vorzeitigen Ruhestand geschickt, Stephen Odell hingegen sitzt bei Konkurrent Ford Europa fester denn je im Sattel.
  • 0

Opel-Mutter General Motors hat seinen Europa-Chef Nick Reilly wegen schlechter Zahlen in den vorzeitigen Ruhestand geschickt, Stephen Odell hingegen sitzt bei Konkurrent Ford Europa fester denn je im Sattel. Dabei hatte auch er im dritten Quartal einen operativen Verlust eingefahren – von 220 Millionen Euro. Doch im Unterschied zu Reilly besteht für Odell kein Grund, sich von seinem Gewinnziel für 2011 zu verabschieden. „Opel ist ein völlig anderer Fall“, sagt Odell. Er sei zuversichtlich, dass er sowohl im vierten Quartal als auch für das Gesamtjahr einen ordentlichen Gewinn an die Konzernzentrale in Detroit vermelden kann.

Zur Größenordnung machte er aber vorsichtshalber keine Angaben. Kurzarbeit und andere Sparmaßnahmen sind laut Odell auch deshalb kein Thema, weil Ford in einigen Märkten wie Deutschland derzeit gegen den Trend wächst und die Produktoffensive gerade erst begonnen hat. Ein Treiber des Wachstums ist ein neuer, kleiner Drei-Zylinder-Modelle Fiesta, Focus und B-Max.

Die Produktion der 125 PS starken und gleichzeitig besonders sparsamen Ein-Liter-Maschine mit der internen Bezeichnung „Fox“ wurde gerade erst in Köln aufgenommen – und schon wird dort laut über einen Ausbau der Fertigung nachgedacht.

Denn in Vorbereitung sind Varianten des Motors mit 100 und 70 PS. Mit den vorhandenen 870 Mitarbeitern sei dies trotz des Einsatzes von 55 Robotern nicht zu schaffen, mahnt Betriebsratschef Dieter Hinkelmann. Bei Vollauslastung und für einen Dreischichtbetrieb wären „wenigstens 1100 Leute nötig“, sagt Hinkelmann. Für Odell kommen solche Überlegungen noch zu früh, zumal im Sommer 2012 der Motor auch in einem Schwesterwerk im rumänischen Craiova gebaut werden soll, mit weniger Robotern und deutlich niedrigeren Lohnkosten.


Kommentare zu " Ford: Minimotor treibt Wachstum an"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%