Ford Mustang

Pony-Express mit Europa-Paket

Die Europäer mögen es ein bisschen sportlicher als die Amerikaner. Wenn der neue Mustang zum ersten Mal hierzulande auf den Markt kommt, ist er deshalb auf den hiesigen Geschmack angepasst.
Kommentieren
  • Spotpress
Ford Mustang - Pony mit Europa-Paket Quelle: Ford

Erst zum zweiten Mal in der 50-jährigen Geschichte des Mustang kommt bei dem Pony-Car unter der voluminösen Haube auch ein Vierzylinder zum Einsatz.

Fans amerikanischer Ponycars fiebern 2015 entgegen: Dann bietet Ford seine Musclecar-Ikone Mustang zum ersten Mal offiziell hierzulande an. Die Europa-Versionen sind dem hiesigen Geschmack angepasst: Serienmäßig sind Performance-Pakete an Bord, die Handling und Bremseigenschaften verbessern sollen.

Den 4,78 Meter langen Mustang bietet Ford in einer offenen Version („Convertible“) und in einer geschlossenen Variante („Fastback“) an, für Europa stehen zwei Motorisierungen zur Wahl. Der Mustang GT wird von einem klassischen 5,0-Liter-V8 mit 313 kW/426 PS angetrieben, der 530 Newtonmeter Drehmoment entwickelt.

Was der neue Mustang im Detail bietet
A 2015 model of a Ford Mustang is seen in this undated handout photograph provided by Ford Motor Co
1 von 22

Es ist die Idee, aus einem globalen Konzern auch nach innen eine Einheit zu machen. Unter dem Namen "One Ford" will der US-Autobauer die Einheiten in den USA, in Europa und in Asien zusammenfassen. Die Ursprungsidee dazu hatte Gründer Henry Ford schon im Jahr 1925. Dass es in der Vergangenheit anders war, lag an den unterschiedlichen Anforderungen, die die Märkte in den USA und in Europa an das Unternehmen stellten.

Jetzt soll sich vieles ändern, kündigte Ford-Deutschlandchef Bernhard Mattes an. "Früher haben wir Synergien verloren, das soll künftig anders sein", sagte er kürzlich auf dem Handelsblatt Auto-Gipfel. Einheitlich will man weltweit bei Forschung, Entwicklung und Fertigung vorgehen, eine globale Plattformstrategie soll dabei helfen ...

huGO-BildID: 34128078 This undated image provided by Ford shows the 2015 Mustang. Ford will reveal the new Mustang on Thursday, Dec. 5, 2013, at eve
2 von 22

Das hat dann unter anderem in der Modellpolitik weitreichende Folgen. Der Ford Mustang etwa wird zeitgleich auch in Europa angeboten werden. Dafür soll dann der europäische Transporter Transit demnächst gleichfalls in den USA verkauft werden. Den neuen Mustang, sprichwörtlich das Paradepferd amerikanischer Muscle-Car-Tradition, stellte Ford in einer global synchronisierten Weltpremiere am 5. Dezember 2013 zeitgleich in sechs Städten auf vier verschiedenen Kontinenten vor: New York, Los Angeles, Dearborn, Barcelona, Shanghai und Sydney.

image-574944-galleryV9-kfbx
3 von 22

Ganz auf den Fahrer ausgerichtet wird das Cockpit, Ford spricht von "eindeutig gestalteter Instrumentierung" sowie ergonomisch, berührungsfreundlichen Schaltern und Reglern. Neu konstruiert wurde das Breitspurfahrwerk der Hinterachse, eine der Voraussetzungen für mehr Schulter- und Beckenfreiheit innen sowie ein Gepäckabteil, in das auch zwei Golfbags locker hineinpassen.

Aber einen Mustang erlebt man natürlich in erster Linie durch Fahr- und Klangeigenschaften. Ford will mit einem optimierten Fahrwerks-Layout "sogar die hohen Erwartungen der besonders anspruchsvollen europäischen Kunden erfüllen", und in Sachen Auspuffsound dürfen die sich auf den 5,0-Liter-V8-Motor mit 426 PS und einem Drehmoment von mehr als 529 Newtonmeter freuen.

image-574955-galleryV9-tvvf
4 von 22

Der Einstieg fällt allerdings mager aus, V8- und V6-Fans werden das nicht mögen: Der neu entwickelte Ecoboost-Motor ist ein Reihenvierzylinder und hat 2,3 Liter Hubraum. Natürlich werden dank moderner Technologie - Turboaufladung und Benzin-Direkteinsprotzung - Verbrauchseffizienz gesteigert und CO2-Emissionen gesenkt.

Aber Traditionalisten werden zunächst anzweifeln, was Chefkonstrukteur Dave Pericak verspricht: "Der EcoBoost-Motor liefert genau das, was Ford Mustang-Fahrer erwarten: ein ebenso kraftvolles wie gleichmäßiges Drehmomentmaximum, das jederzeit zur Verfügung steht, wenn der Fahrer zum Überholen ansetzt oder sich auf einer kurvenreichen Strecke befindet." Erste Fahrpräsentationen dürften bald Aufschluss bringen.

A 2015 model of a Ford Mustang is seen in this undated handout photograph provided by Ford Motor Co
5 von 22

Tatsächlich bringt der 2,3-Liter EcoBoost-Turbo des neuen Ford Mustang eine Motorleistung von 227 kW (309 PS) und ein maximales Drehmoment von mehr als 400 Nm. Egal, für welche der beiden Motorisierungen sich die Mustang-Käufer entscheiden, V8 oder EcoBoost-4-Zylinder: Sie haben die Wahl zwischen einem manuellen 6-Gang-Getriebe (Serie) oder einer Automatik mit ebenso vielen Vorwärtsgängen (Option). Dank ihrer Schaltwippen am Lenkrad empfiehlt sich das Automatikgetriebe auch für sportlich orientierte Fahrernaturen.

GoFurther-FordMustang
6 von 22

Ein neues, speziell für den Mustang abgestimmte ESP soll hohen Fahrspaß mit großen Stabilitätsreserven verbinden. Es greift unter anderem auf die Fahrdynamik-Regelung Torque Vectoring Control zurück, die - einer Differenzialsperre ähnlich - die Motorleistung bevorzugt jenem Antriebsrad zuführt, das über den besten Grip verfügt.

Wer die Leistungsfähigkeit seines Mustang GT auf einer Rennstrecke ausprobieren möchte, dem bieten die Automatikversionen serienmäßig eine "Launch Control" an: Sie ermöglicht perfekte Startmanöver und schont gleichzeitig die Mechanik.

Der neue Ford Mustang: Aufregendes Design
7 von 22

Fans des Ford Mustang Cabriolets dürfen sich zusätzlich auf ein mehrschichtiges Stoffverdeck freuen, das ab Werk für einen hohen Geräuschkomfort im Interieur sorgt. Schlank hinter den Rücksitzen gefaltet, gibt es auch bei geöffnetem Dach ein erfreuliches Bild ab.

Erst zum zweiten Mal in der 50-jährigen Geschichte des Mustang kommt unter der voluminösen Haube auch ein Vierzylinder zum Einsatz. Dabei handelt es sich um den sparsamen wie starken 2,3-Liter-Turbobenziner aus Fords Ecoboost-Motorenfamilie mit 227 kW/303 PS und 407 Newtonmetern. Neben einem manuellen Sechsganggetriebe wird auch eine Automatik mit gleicher Gangzahl angeboten. Statt der hinteren Starrachse, die sich der Mustang bis zuletzt erhalten hatte, ist in der neuen Generation eine Integrallenker-Einzelradaufhängung aus Aluminium montiert.

Fords große Legende
hb_auto_mustang
1 von 33

Ein Schauspieler, ein Film, ein Auto. Spätestens seit sich Steve McQueen 1968 in dem Krimi Bullit in den Straßen von San Francisco eine 9 Minuten und 42 Sekunden lange Verfolgungsjagd, ist er eine Popikone, der Ford Mustang. Vor gut 45 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des Mustangs - durch und durch amerikanisch wie ein Big Mac oder eine Coca Cola. Weltweit steht der Ford Mustang für den American way of Life. Und er hat viel mitgemacht - die Ölkrise genauso wie das ein oder andere gewagte Designexperiment.

Früh übt sich: Schon beim Tonmodell des Mustangs ist die später so erfolgreiche Grundform angelegt. Foto: Ford
2 von 33

Früh übt sich: Schon beim Tonmodell des Mustangs ist die später so erfolgreiche Grundform angelegt.

Urvater der Pony-Cars: Mit dem Mustang begründete Ford eine Fahrzeugklasse, bei der günstige Mobilität mit sportlichen Ambitionen im Vordergrund stand. Foto: Ford
3 von 33

Mit dem Mustang begründete Ford eine Fahrzeugklasse, bei der günstige Mobilität mit sportlichen Ambitionen im Vordergrund stand. Bevor der Ford Mustang zum Rabauken, Muscle Car und stets leicht prolligen Rebell unter den Sportwagen wurde, fand das Auto 1964 den Weg auf die Straße als seriöses, sportliches Coupé, dessen Erfolg die Ford Motor Company zu Beginn allerdings überrollte. Eigentlich wollte Ford anfangs 100.000 Autos pro Jahr verkaufen – daraus wurden allein in den ersten zwölf Monaten 417.000.

Lee Iacocca war bei Ford maßgeblich an der Entwicklung des Mustang beteiligt. Auf der Weltpremiere lobte er dessen Vielseitigkeit. Foto: Ford
4 von 33

Weltpremiere des Ford Mustang 1964: Lee Iacocca war bei Ford maßgeblich an der Entwicklung des vielseitigen Autos beteiligt.

hb_auto_mustang
5 von 33

Bevor der Ford Mustang zum Rabauken, Muscle Car und stets leicht prolligen Rebell unter den Sportwagen wurde, fand das Auto 1964 den Weg auf die Straße als seriöses, sportliches Coupé, dessen Erfolg die Ford Motor Company zu Beginn allerdings überrollte. Eigentlich wollte Ford anfangs 100.000 Autos pro Jahr verkaufen - daraus wurden allein in den ersten zwölf Monaten 417.000.Foto: PR

In den Swinging Sixties: Egal, ob als Cabrio oder Coupé, der Mustang traf genau den Nerv der Zeit. Foto: Ford
6 von 33

Der Mustang traf in den Sechzigern den Nerv der Zeit.

ampnet_photo_20131205_072614
7 von 33

Ford Mustang cabrio vonn 1964

Für Europa sind die Modelle angepasst, unter anderem mit einer modifizierten Abstimmung von Fahrwerk, ABS und ESP, verstärkten Stabilisatoren und größeren Bremsen. Bisher war ein Ford Mustang nur über private Importeure zu bekommen. Die Preise lagen bei um die 30.000 Euro. In Amerika startet die neue Generation des Mustang bei 23.600 Dollar (rund 17.500 Euro), dann mit einem V6.

Der Mustang mit dem neuen Vierzylinder kostet in den USA als Fastback 25.170 Dollar (18.600 Euro), als Cabrio mindestens 34.670 Dollar (25.600 Euro). Die Preise für Europa dürften allerdings deutlich über den umgerechneten USA-Preisen liegen.

Startseite

Mehr zu: Ford Mustang - Pony-Express mit Europa-Paket

0 Kommentare zu "Ford Mustang : Pony-Express mit Europa-Paket"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%