Französisches „Halbblut“ C-Metisse soll Gegensätze vereinen
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So also sehen Träume von Automanagern aus. Zumindest wenn sie bei Citroën arbeiten. Traditionell zaubern die Franzosen Leidenschaft auf die Straße: Traction, 2CV, CX und die Göttin. Bis heute verzaubert der Citroën DS, ehrfurchtsvoll Göttin getauft, seine Betrachter. Kein anderer Autohersteller hat Stil und Avantgarde, Eleganz und Pioniergeist derart kombiniert.

SVS BERLIN. Jetzt endlich, nach langen, bisweilen düsteren Jahren kreativer Krise – man denke nur an den AX oder BX –, lädt Citroën wieder zum Träumen ein. Zur Leidenschaft gesellt sich, so gehört es sich heute, die Vernunft.

In Paris stellte Vorstand Claude Satinet jetzt seine Studie C-Métisse vor. Für Satinet eine „Symbiose aus Leidenschaft und Vernunft“. Motto: Sparsamkeit und Spaß schließen sich nicht aus.

Die Studie C-Métisse (frz. Halbblut) soll die vermeintlichen Gegensätze vereinen. Das Halbblut ist ein leidenschaftlicher Sportwagen: zwei Meter breit, aber nur 1,24 Meter hoch verfügt er über vier nach oben öffnende Flügeltüren. Bei knapp 5 Metern Fahrzeuglänge misst das flache Geschoss einen Radstand von gigantischen drei Metern und bietet damit laut Citroën „Platzverhältnisse wie in einer Oberklasselimousine“. Links und rechts davon drücken sich markante Scheinwerfer ins rote Blech. In Sachen Leidenschaft stiehlt dem Citroën auf dem Pariser Autosalon keiner die Schau.

Nur 6,2 Sekunden sollen vergehen, bis die Tachonadel bei 100 Sachen steht. Und dass der C-Métisse auch mit 250 km/h in die Zukunft jagen kann, glaubt man dem Showcar ungeprüft. Soweit das Thema Leidenschaft.

Richtig zukunftsfähig wird der C-Métisse über einen innovativen Antrieb: eine ebenso sparsame wie kraftvolle Hybrid-Kombination feuert den Sportflitzer an. Vorn arbeitet nun der 208 PS starke und natürlich von einem Rußpartikelfilter gereinigte V6-Dieselmotor aus der Kooperation mit Jaguar, und in den Hinterrädern stecken zwei Elektromotoren mit je 20 PS. Eine Kombination, die den Citroën gewaltig voranschiebt.

Gemeinsam beschleunigen die Triebwerke das Concept Car in 6,2 Sekunden von null auf 100 km/h sowie auf eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h. Der Verbrauch liegt bei nur 6,5 Litern je 100 Kilometer. Die Elektromotoren werden von Hochspannungsbatterien gespeist, die beim Abbremsen aufgeladen werden. Zudem ermöglicht diese Technik zumindest auf kurzen Etappen den reinen Elektrobetrieb.

Schade nur, dass Citroën nur zum Träumen lädt. Erst 2010 wollen die Franzosen ein Diesel-Hybrid-Konzept serienreif haben. Bleibt zu hoffen, dass es die sexy Studie Métisse ist. Dann hätte Citroën endlich wieder eine Göttin.

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