Gebrauchtwagen liegen im Trend
Autokäufer werden sparsam

Die Zeichen stehen eindeutig auf Sparen: Nur noch rund ein Viertel (27 Prozent) der potenziellen Autokäufer und damit 19 Prozent weniger als im Vorjahr plant derzeit die Anschaffung eines Neuwagens.
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Losheim am SeeDie Zeichen stehen eindeutig auf Sparen: Nur noch rund ein Viertel (27 Prozent) der potenziellen Autokäufer und damit 19 Prozent weniger als im Vorjahr plant derzeit die Anschaffung eines Neuwagens. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Sachverständigenorganisation KÜS in Losheim am See. Demnach steigt zugleich das Interesse an Gebrauchtwagen: Gegenüber gut einem Fünftel (21 Prozent) im Jahr 2011 wollen laut der aktuellen Erhebung fast ein Drittel (31 Prozent) sich lieber einen Gebrauchten zulegen.

Auch der Betrag, den Käufer für die Anschaffung eines Gebrauchten ausgeben wollen, ist gesunken: Nur noch gut ein Zehntel (12 Prozent) wollen mehr als 20.000 Euro auf den Tisch legen (2011: 21 Prozent). Dagegen plant ein Drittel (32 Prozent) zwischen 10.000 und 15.000 Euro ein, zuvor waren es hier 24 Prozent.

Dazu passt auch, dass nur noch gut ein Viertel (28 Prozent) nach jungen Gebrauchtwagen mit einem Alter von maximal zwei Jahren Ausschau hält. Zuvor waren es über die Hälfte der Befragten (53 Prozent). Zugelegt haben dafür die Vier- bis Fünfjährigen von 15 auf 23 Prozent.

Dass die potenziellen Gebrauchtwagenkäufer weniger auf der hohen Kante haben, zeigt auch der Trend zu günstigeren Klein- und Kleinstwagen. 23 Prozent der Befragten plant eine Anschaffung in diesem Segment, 2011 waren es nur 6 Prozent. Demgegenüber sackte der Wunsch nach einem Geländewagen von 12 auf 5 Prozent ab. KÜS-Sprecher Hans-Georg Marmit interpretierte die Ergebnisse als «Umwandlung des Trends aufgrund der wirtschaftlichen Situation».

Für die Studie «Trend-Tacho» lässt die KÜS jeweils rund 1.000 Autofahrer in Deutschland befragen.

 

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  • In der heutigen Zeit ist es sehr teuer ein eigenes Auto zu besitzen. Nicht nur die Neufahrzeuge sind überteuert, auch die meisten Gebrauchtfahrzeuge sind viel zu teuer. Wer hat denn heute noch 10.000 Euro frei zur Verfügung? Es ist schon schwierig die Hälfte davon aufzutreiben.

    Immer mehr Menschen werden das Fahrrad benutzen müssen oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, da ein Auto einfach zu teuer ist. Es sind nicht nur die (hohen) Anschaffungskosten, dazu kommen Sprit, Versicherung, TÜV, KFZ-Steuer und Wartung. So können schnell bis zu 25% des Gehaltes für das Auto ausgegeben werden.

    Die Autohersteller bekommen das zu spüren: immer mehr Nachfrageausfälle müssen die Hersteller zum Umdenken zwingen.

    In Griechenland müssen die Menschen schon zwangsweise das Auto abmelden, weil nicht einmal mehr Geld für die KFZ-Steuer vorhanden ist. Die gesamte Bevölkerung ist in Geldnot. Das Geld der "Rettungspakete" kommt bei der Bevölkerung nicht an, es geht nämlich direkt zu den Banken und dort bleibt es auch.

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