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Gebrauchtwagenkauf rückgängig machen

Der Kauf eines Gebrauchtwagens lässt sich unter Umständen rückgängig machen.

dpa/gms BERLIN. Der Kauf eines Gebrauchtwagens lässt sich unter Umständen rückgängig machen.

Das gilt zum Beispiel dann, wenn das Fahrzeug auch nach zwei so genannten Nachbesserungsversuchen durch den vorherigen Halter nicht in einen einwandfreien Zustand versetzt werden konnte. Auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe (Az.: zwölf U 112/04) machen die Verkehrsrechtsanwälte im Deutschen Anwaltverein (DAV) in Berlin aufmerksam.

Im verhandelten Fall ging es um einen zwei Jahre alten Wagen, an dem bereits umfangreiche Lackierarbeiten vorgenommen worden waren. Zudem hätte die Heckscheibe ausgetauscht werden müssen, da regelmäßig Wasser in den hinteren Karosseriebereich eindrang. Auf Nachfrage des Käufers suchte der Autohändler zweimal vergeblich nach der undichten Stelle. Daraufhin trat der Fahrzeugbesitzer vom Kaufvertrag zurück und verlangte sein Geld zurück.

Das Gericht gab dem Mann recht. Schließlich könne der Halter mit einem derart beschädigten Fahrzeug weder in die Waschanlage fahren, noch sei es bei starkem Regen zu nutzen. Außerdem drohten langfristig Rostschäden durch das eintretende Wasser. Spätestens nach dem zweiten vergeblichen Versuch der Nachbesserung sei es dem Kläger nicht mehr zuzumuten gewesen, den Rücktritt vom Kaufvertrag durch eine erneute Nachbesserung zu vermeiden.

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