Gebrauchtwagenmarkt
Cabrios haben immer Konjunktur

Wer jetzt ein Cabrio für die schönen Wochen des Jahres kaufen möchte, muss angeblich keinen Preisaufschlag fürchten. Laut Schwacke gibt es beim Preis von gebrauchten Cabrios saisonal kaum Unterschiede.
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MaintalFrühjahr ist Cabrio-Zeit. Viele Zeitgenossen mit dem Wunsch nach einem Cabrio können sich auch jetzt noch auf die Suche nach einem passenden Fahrzeug begeben. Kein Problem, denn die Vorstellung, dass gebrauchte Cabrios im Winter oder Herbst günstiger zu bekommen sind, erteilt der Fahrzeugbewerter Schwacke eine Absage. Denn gemäß dessen Restwertanalyse zeigen sich bei den Preisen kaum saisonale Unterschiede. Ein Kauf kann also mit gutem Gewissen ganzjährig geplant werden.

Laut Schwacke überwiegt der Benzinmotor bei den Cabrios. Und die raren Dieselmodelle sind beim Gebrauchthändler rasch vergriffen. Ein Mini II oder ein Mercedes CLK als Diesel stehen gemeinhin nur wenige Tage beim Händler, die entsprechenden Benziner brauchen zum Teil drei mal länger, bis sie einen Käufer finden. Sehr gefragt sind Mini Cabrio, Mercedes-Benz E-Klasse und Audi A4.

Generell dauerte es bei einem gebrauchten Cabrio gegenüber ihren geschlossenen Pendants deutlich länger, bis sie einen Käufer finden. Fast ein halbes Jahr (191 Tage) beträgt laut Schwacke die durchschnittliche Verweildauer bei einem Händler.

Mit Blick auf den Gesamt-Gebrauchtautomarkt stellt derweil ist die Internet-Angebotsbörse AutoScout24.de fest, dass der durchschnittliche Preis für Gebrauchtwagen im März wieder leicht gesunken ist. Auf 16.228 Euro beläuft sich im Schnitt der Preis eines Gebrauchten. Das sind 0,18 Prozent weniger als im Februar.

Die Nachfrage ist dabei in fast allen Segmenten zurückgegangen. Am stärksten rückläufig war das Interesse an Geländewagen mit minus elf Prozent. Auch die Oberklasse hat mit minus acht Prozent und die Vans mit minus sechs Prozent Federn lassen müssen. Abwärts ging es ebenfalls bei der Mittelklasse mit minus drei Prozent und bei den Kompakten mit minus einem Prozent. Einzig bei den Kleinwagen lag die Nachfrage auf dem Niveau des Vormonats.

Die Geländewagen waren auch die Kategorie, bei der sich die größte Differenz zwischen Angebots- und Nachfrageentwicklung einstellte. Während die Nachfrage um elf Prozent nachließ, stieg das Angebot um sieben Prozent an.

Bei den beliebtesten Modellen hat sich wenig verändert, die Spitzenplätze der Kategorien teilen sich München und Wolfsburg. Bei den Kleinwagen, den Kompakten und den Vans hat VW mit Polo, Golf und Touran die Nase vorn. BMW liegt bei Geländewagen, Mittel- und Oberklasse mit X5, 3er und 7er auf dem obersten Rang.

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